BLKÖ:Winckelhofen Freiherr von Karlsburg, Joseph Cajetan

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 56 (1888), ab Seite: 261. (Quelle)
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Winckelhofen Freiherr von Karlsburg, Joseph Cajetan (theolog. Schriftsteller, geb. zu Brixen am 24. September 1786, Todesjahr unbekannt). Der Sproß einer alten tirolischen Familie, über welche S. 262 in der genealogischen Darstellung ausführlicher berichtet wird. Joseph Cajetan, dessen Vater fürstlich Brixenscher Hofcavalier, Hofrath und Obriststallmeister war, machte seine Studien bis zu jenen der Theologie in Brixen und hörte letztere in Innsbruck, wo er nach deren Beendung im Februar 1810 die Priesterweihe empfing. Nun widmete er sich der Seelsorge, zunächst als Hilfspriester zu Rodeneck im Pusterthale[WS 1], nachher in Stilfes, zu welcher Pfarre der bekannte Wallfahrtsort Trens gehört, wo das aus dem Schutte eines Wetterdaches herausgegrabene Gnadenbild der Mutter Gottes von den Bewohnern jener Gegend und Tirols überhaupt verehrt wird. Schon 1812 kam er als Stadtcooperator nach Brixen, wo er zugleich als Katechet an der bürgerlichen männlichen Werk- und[WS 2] Feiertagsschule wirkte, in welcher Eigenschaft er thätig blieb, bis seine Ernennung zum Katecheten in dem Institute der englischen Fräulein in Brixen erfolgte, welche Stelle er noch im Jahre 1822 inne hatte. Im Druck sind von ihm erschienen: „Rede, gehalten bei Gelegenheit der Dankesfeier wegen der Wiedervereinigung Tirols mit Oesterreich am 6. Sonntag nach Pfingsten 1814 in der Stadtpfarrkirche Brixen“ (Brixen 1814); – „Drei Worte der Belehrung, gesprochen vor der 23. Compagnie des Kaiser-Jäger-Regimentes am Palmsonntage (1818), zum Besten der durch Brand in Salzburg Verunglückten“ (Innsbruck 1818, 8°.); – „Eine Cantate zur Feier des 30jährigen Priesterjubiläums des Herrn Ignaz von Walther, wirkl., fürstbisch. Brix. Consistorialrathes u. s. w. am 17. October 1919“ (Brixen, 8°.); – „Was verdient der Priester des neuen Bundes, Verachtung oder Ehre! Vorgetragen am 21. Jänner 1821“ (Innsbruck 1821). Im „Tiroler Boten“ 1819, Nr. 59, stand von ihm der Nekrolog des fürstbischöflich Brixen’schen Consistorialrathes [262] Joseph Hofer. Außerdem schrieb er auch ein paar Theaterstücke, welche von den Zöglingen im Institute der englischen Fräulein in Brixen aufgeführt wurden, und zwar: „Die Schloßschule. Schauspiel in 2 Acten“ und „Gute Eltern, gute Kinder. Schauspiel in 3 Acten“, ersteres 1817, letzteres 1818 aufgeführt, beide jedoch ungedruckt.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: Pusterhale.
  2. Vorlage: und und.