BLKÖ:Winkler, Franz von

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 56 (1888), ab Seite: 286. (Quelle)
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10. Franz von Winkler (geb. zu Stolz bei Frankenstein am 4. August 1803, gest. in der Grotte zu Adelsberg 6. August 1851). Der Sohn eines Gutsverwalters, gelangte er durch Verheiratung mit der reichen Witwe eines Gutsbesitzers im Beuthener Kreise zu einem ansehnlichen Vermögen. das ihm die Mittel gewährte zu Mirchovitz in Oberschlesien großartige industrielle Unternehmungen zu begründen, die er mit entschiedenem Glücke führte. Dadurch gab er vielen Hunderten der arbeitenden Classe Arbeit und Brod, abgesehen davon, daß Nothleidende bei ihm stets Hilfe und Unterstützung fanden. 1851 unternahm er in Gesellschaft seines Arztes eine Erholungsreise über Deutschland, Tirol und Italien. Auf der Rückreise begriffen, kam er am 6. August 1851 in Adelsberg an und wollte gleich vielen Tausenden die wegen ihrer Stalaktiten berühmte Adelsberger Grotte in Krain besuchen. Als er einen kleinen Theil in der Grotte vorgedrungen, fiel er, vom Schlage getroffen nieder und wurde sofort ins Gasthaus zurückgebracht, wo er in derselben Nacht starb. Seine Witwe beschloß nun dem Verblichenen in dem Orte seines Todes ein bleibendes Denkmal zu errichten und stiftete zu diesem Zwecke die Summe von 2500 fl. zu dem kleinen bereits vorhandenen Capital zur Errichtung des Adelsberger Gemeindespitals, durch welches der Ankauf eines eigenen [287] Hauses ermöglicht wurde, das zu diesem Zwecke seine bleibende Verwendung fand. Am Hause selbst aber wurde ein schön gemeißelter Stein mit der einfachen Inschrift: „Franz von Winkler, | † 6. August 1851“ angebracht. [Mittheilungen des historischen Vereines für Krain im August 1853, S. 61 u. f. im Artikel: „Gründung eines Gemeindespitals in Adelsberg“.] –