BLKÖ:Wisniowski, Sigurt

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
<<<Vorheriger
Wisniowski, Theophil
Band: 57 (1889), ab Seite: 132. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
GND-Eintrag: 173421229, SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Wisniowski, Sigurt|57|132|}}

Wisniowski, Sigurt (Reisender, geb. in Galizien 1841). Ob er ein Sohn des durch den Strang Hingerichteten Theophil [siehe diesen S. 130] wissen wir nicht, die Möglichkeit ist immerhin vorhanden. Sigurt vollendete seine Vorstudien in Lemberg, wo er [133] auch einige Jahre hindurch die Universität besuchte. Nun folgte er seiner Reiselust und durchzog 1858 vorab Rumänien, Rumelien, Thessalien, dann verließ er bleibend seine Heimat und unternahm Reisen in die Türkei und nach Griechenland. Als er daselbst Nachricht erhielt von der Expedition, welche Garibaldi nach Sicilien unternommen, schiffte er sich nach diesem Lande ein, wo er in die Freiwilligen-Legion Garibaldi’s trat und den Feldzug mitmachte. Nach Beendigung desselben ging er 1862 aus Italien zunächst nach England, von wo er dann in See stach zu einer größeren Reise nach Neuseeland, Peru, den Antillen und den Vereinigten Staaten. Nach zehnjährigen ununterbrochenen Fahrten in fernen Welttheilen kehrte er nach Europa zurück, wo er für kurze Zeit seine Heimat besuchte, dann ein Jahr lang in der Schweiz seinen Aufenthalt nahm und von da neuerdings auf Reisen ging. Nun ließ er in America im Staate Minnesotta sich nieder und wurde 1874 als Deputirter in das Parlament dieses Staates gewählt. Berichte und Schilderungen seiner vielen Reisen sind ab und zu in den polnischen Blättern und Zeitschriften erschienen, selbständig aber hat er das Werk „Zehn Jahre in Australien“, 2 Bände (Lemberg 1873) herausgegeben.

De Gubernatis (Angelo). Dizionario biografico degli scrittori contemporanei ornato di oltre 300 ritratti (Firenze 1879, Successori Le Monnier, Lex.-8°.) p. 1069.