BLKÖ:Wolkenstein, Hans von

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 58 (1889), ab Seite: 59. (Quelle)
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12. Hans, vom Geschlechte der Maulrapp, erbaute auf einer den Wolken nahen von ihnen oft umsäumten Bergspitze eine stattliche Steinburg, welche weit über die Lande hinausschaute. Solchen „Stein in den Wolken“ nannte er billig für immer Wolkenstein, und als er um das Todesjahr Rudolfs von Habsburg (1291) durch eine Maulrappische Tochter auf das Haus Villanders und Pradell hinüberkam, nannte er sich bald nach seiner Burg Wolkenstein. So erzählt Hormayr die Sage. Nach Johann Hübner’s „Genealogischen Tabellen“ (1727) Tabelle 683, hätte Randold (gest. 1319), ein Sohn Gerlochs von Villanders (gest. 1296) aus dessen Ehe mit Diemodis von Gufidaun, das Schloß Wolkenstein erbaut, sich nach demselben genannt und mit seinen beiden Gattinen: a) Dorothea von Rottenburg und b) Fontasina, das Geschlecht der Wolkenstein fortgepflanzt. Nach einer dritten im genealogischen Artikel über das Geschlecht Wolkenstein im Zedler’schen „Universal Lexikon“ 58. Bd., Sp 390 befindlichen Version hätte erst Randolds Sohn Konrad (gest. 1373) um 1328 den Familiennamen Villanders mit dem Namen Wolkenstein vertauscht, und demnach wären Konrad und seine Gattin Ursula von Enna die eigentlichen Stammeltern des Geschlechtes Wolkenstein. Etwas anders berichtet J. J. Staffler in seinem Werke „Das deutsche Tirol und Vorarlberg“ Bd. II, S. 1004, den Vorgang. Wir überlassen dem Leser die Auswahl aus diesen genealogischen Analekten. –