BLKÖ:Wondraczek, Johann

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Wondraczek, Franz
Band: 58 (1889), ab Seite: 104. (Quelle)
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Wondraczek, Johann (Schulmann, geb. zu Lhota bei Hohenmauth in Böhmen am 25. December 1830). Nachdem er das Gymnasium zu Leitomischl beendet hatte, bezog er die philosophische Facultät in Prag, an welcher er sich insbesondere den sprachlichen Studien, und zwar ebenso den neuen wie den alten Sprachen, und der Philosophie zuwandte. Dann erhielt er den Posten eines Amanuensis an der Prager Universitätsbibliothek, welchen er 1859 mit dem eines Lehrers der čechischen Sprache am Gymnasium in Teschen vertauschte. Während seines Aufenthaltes in Prag übersetzte er Musaeus berühmtes Märchen „Hero und Leander“ aus dem Griechischen ins Čechische und ließ diese Uebertragung unter dem Titel: „Hero a Leander. Řecká pověst z Musaea přeložil...“ (Prag 1858) im Druck erscheinen. Ferner gab er heraus: „Ovid a Katull. Výbor z jejich básní a z anthologie řecké“, d. i. Ovid und Catullus. Auswahl aus ihren Gedichten und aus der griechischen Anthologie (Prag 1858). Für das Gymnasialprogramm der Teschener Schule des Jahres 1864 schrieb er die Abhandlung: „Der syntaktische Gebrauch des Instrumentals im Polnischen“. In dem Staatsschematismus Oesterreichs der letzten Jahre erscheint Wondraczek nicht mehr.

Šembera, (Alois Vojtěch). Dějiny řeči a literatury česko-slovenské. Věk novější, d. i. Geschichte der čechoslavischen Sprache und Literatur. Neuere Zeit (Wien 1868, gr. 8°.) S. 306. – Nach dem „Slovník naučný“ Wondraczek am 25. December, nach Šembera am 28. December 1830 geboren.