BLKÖ:Woroniecki, Wenzel Fürst

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Woronicz, Johann Paul
Band: 58 (1889), ab Seite: 121. (Quelle)
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Woroniecki, Wenzel Fürst (Oberst der ungarischen Rebellenarmee in den Jahren 1848 und 1849, geb. zu Skurowa im Jasloer Kreise Galiziens 1824, hingerichtet in Pesth 20. October 1849). Im Vormärz Lieutenant im galizischen 1. Dragoner-Regimente Erzherzog Johann, ging er, als die Revolution ausbrach, sofort zu den Rebellen über und errichtete, zum Honvédmajor ernannt, im Sommer 1848 ein freiwilliges Jägercorps, das sich unter seiner persönlichen Führung besonders bei der Erstürmung der Perlasser Schanzen am 2. September genannten Jahres auszeichnete. Bald darauf zum Obersten vorgerückt, machte er nun den ganzen ungarischen Rebellenkrieg mit und wurde am 3. August 1849 in der Affaire bei Szöreg als Commandant eines Huszaren-Regimentes mit den Waffen in der Hand gefangen genommen. Dem Kriegsgerichte übergeben, ward er für Hochverrath und Bruch des kaiserlichen Fahneneides zum Tode durch den Strang verurtheilt und zugleich mit seinen Haftgefährten Peter Giron, einem geborenen Aachener, und Karl Abancourt, welcher im Regiments Nugent Nr. 30 gedient hatte, am 20. October 1849 zu Pesth auf dem Holzplatze hinter dem Neugebäude hingerichtet. Woroniecki besaß alle bestechenden Eigenschaften des polnischen Edelmannes, war eine äußerst sympathische Erscheinung, ungemein schmiegsam, und daß er die erste Gelegenheit, gegen Haus Oesterreich zu kämpfen, ergreifen würde, verstand sich bei ihm von selbst. Ueber die Familie Woroniecki geben die Quellen näheren Bescheid.

Honvéd Naptár, d. i. Honvéd-Jahrbuch (Budapesth) III. Jahrg., 1870. S. 19.