BLKÖ:Wozniakowski, Ignaz Jacob

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 58 (1889), ab Seite: 137. (Quelle)
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Wozniakowski, Ignaz Jacob (Arzt, geb. zu Neu-Sandec in Galizien 1779, gest. in Krakau 24. Juli 1831). Nachdem er in seinem Vaterlande die Vorbereitungsstudien beendet hatte, ging er nach Wien, wo er an der Hochschule die Arzeneiwissenschaften hörte und 1804 daraus die Doctorwürde erlangte. Nun begab er sich nach Krakau und erwarb daselbst das Magisterium der Chirurgie [138] und Geburtshilfe. Im nächsten Jahre erhielt er die Stelle eines Adjuncten an der dortigen Klinik, später die des Supplenten für die Lehrkanzel der Geburtshilfe und theoretischen Chirurgie mit gleichzeitiger Verwendung an dem damals sogenannten medicinischen Institut zur Heranbildung künftiger Geburtshelfer. 1811 zum provisorischen Professor der Entbindungskunst an gedachter Klinik und 1812 zum wirklichen Professor der Chirurgie und theoretischen Geburtshilfe ernannt, wurde er, als später das Curatorium der Universität ins Leben trat, im März 1829 seines Lehramtes enthoben, trat aber bei veränderten Verhältnissen im Jänner 1831 wieder in dasselbe ein, ohne jedoch es lange mehr genießen zu können, da er bei Ausübung seiner Praxis zur Zeit der im Sommer 1831 in Krakau herrschenden Cholera als eines ihrer Opfer fiel. Zieleniewski widmet dem Verstorbenen einen ehrenvollen Nachruf. In demselben sind die Verdienste Wozniakowski’s um die ärztliche Wissenschaft, vornehmlich im Gebiete der Geburtshilfe, in welcher er die vielen im Westen Europas gewonnenen Fortschritte auch in seinem Vaterlande verwerthete, dargestellt. Durch den Druck hat Wozniakowski nur eine Gedächtnißrede auf den Doctor der Philosophie und Medicin Joseph Raphael Czerwiakowski unter dem Titel: „Pochwala Józefa Rafala Czerwiakowskiego, filozofa i medecyny doktora“ in den „Jahrbüchern der Krakauer wissenschaftlichen Gesellschaft“ (Roczníki nauk Krak.) Bd. III (1817) S. 155 veröffentlicht, welche aber auch im Sonderabdruck erschienen ist.

Zieleniewski (Dr.). Przyczynek do historyi akuszeryi w Polsce, d. i. Beitrag zur Geschichte der Geburtshilfe in Polen (Warschau 1857).