BLKÖ:Zmeskal, Joseph

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
<<<Vorheriger
Zmajevich, Matthias
Band: 60 (1891), ab Seite: 206. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
GND-Eintrag: {{{GND}}}, SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Zmeskal, Joseph|60|206|}}

Zmeskal, Joseph (Rechtsgelehrter, gest. zu Raab am 1. Februar 1863), von der jüngeren Gabriel’schen Linie. Ein Sohn des Huszarenofficiers Joseph aus dessen Ehe mit einer Base Josepha Zmeskal, studirte er die Rechte, schloß sich, als 1848 die ungarische Rebellion ausbrach, derselben an, trat in ein Honvéd-Bataillon, rückte zum Hauptmann in einem solchen vor, stand mit seiner Abtheilung bei der Besatzung in Komorn und wurde 1849 nach Uebergabe der Festung in die Capitulation eingeschlossen. Dann kehrte er wieder zu seiner friedlichen Beschäftigung als Advocat zurück, ward Fiscal des Grafen Heder Viczay und starb in dieser Eigenschaft. Er hatte ein mündliches Testament gemacht, welches von seinen Geschwistern Stephan, Alexander und Anna gewissenhaft ausgeführt wurde und neben anderen Verfügungen folgende Legate auswies: für die ungarische Akademie der Wissenschaften 3000 fl., für den Pensionsfond des Nationaltheaters 1000 fl., für das ungarische Nationalmuseum 1000 fl., für die evangelischen Schulen in Raab 1000 fl., für die dortigen evangelischen Hausarmen 1000 fl. und für das Raaber Conservatorium eine Stiftung von 100 fl. Joseph Zmeskal war unvermält geblieben.

Pesther Lloyd (politisches Blatt) 1864, Nr. 42.