Allgemeines Deutsches Kommersbuch:185

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Schauenburg:
Allgemeines Deutsches Kommersbuch
Seite 368, 369
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[368]

lieb=li=ches Kind, viel=sü=ßes Lieb, viel=sü=ßes Lieb, leb
wohl, viel=sü=ßes Lieb, leb wohl!

     2. Noch einmal, gestützt auf den Wanderstab, schau ich zurück, |: schau
ich zurück; :| duftige Blüten fallen herab |: und hemmen meinen Blick. :|

     3. Nun folg ich ohne Reiseziel der Vögel Flug, der Wolken Zug;
des Schönen hat die Welt so viel, hat auch für mich genug.

     4. Und trag ich gleich im leichten Kleid kein schimmerndes Gold,
kein schimmerndes Gold; ist doch manch Herz, manch rosige Maid dem
Wanderburschen hold.

     5. Und der Vögel Schlag in Busch und Hag, das Waldesdunkel,
der Sonnenschein, und der klingende, singende Frühlingstag ist alles,
alles mein.

H. Leuthold.


          409.     Rundgesang.     (I. 65.)

     Fröhlich.

     1.Vi=vat Bacchus, Bachhus le=be, Bachhus le=be! Bacchus
     der zu=erst der gold=nen Re=be, gold=nen Re=be sü=ßen

war ein braver Mann,                       le=ben die Schwarzen,die
Nektar abe=ge=           wann. Es          Blonden, die Braunen, sie

leben alle hoch!      Esle=ben die Schwarzen,die
                  Blonden, die Brau=nen, sie

[369]

le=ben al=le hoch! Ob ich’s wag und ob ich’s thu,
ob’s die Herrn auch las=sen zu? Hin=un=ter den Plun=der, hin=
un=ter den Plun=der, hin=un=ter mit ihm! Es ist geschehn, ihr
al=le habt’s ge=sehn. Es ist geschehn, wir al=le habn’s ge=sehn!


          410.     Lob des Weines.

     Singw.: Strömt herbei, ihr Völkerscharen ec.

     1. Von den Bergen tönt’s hernieder: Reich gesegnet war das
Jahr, und die Reben brachten wieder reifste Traubenfülle dar! O
erquicklich frohe Kunde! Dreimal Heil dem edlen Wein! Nah dem
Fasse, nah dem Spunde soll mein Lieblingsplätzchen sein.

     2. Frauenhuld ist fahrend Habe: Heute mir und morgen dir!
Frauenschönheit flüchtge Gabe: allzu schnell welkt ihre Zier! Frauen=
gunst flieht weiße Haare, ewig treu ist nur der Wein, ihn veredeln
selbst die Jahre, und der Greis noch freut sich sein!

     3. Ihm, dem Treusten der Getreuen, bringen wir die Spende dar.
Füllt die Gläser mit dem neuen Heurigen vom letzten Jahr! Nur dem
Wein gereicht’s zum Preise, alt und ewig jung zu sein: Born der
Jugend, Milch der Greise, dreimal Heil dir, edler Wein!

Otto Franz Gensichen.


          411.     Beim Wein.

     Singw.: Auf, Brüder, laßt uns lustig leben ec.

     1. Warum denn soll ich stille schweigen? Vivallerallerallera! das
ist dem Weine ja zu eigen, Vivall. ec. Was tief in unsers Herzens
Grund verborgen liegt, das macht er kund! Vivallerallerallera ec.