Berichtigungen und Nachträge (BKV Erste Ausgabe Band 38)

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Textdaten
Autor: Gustav Bickell
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Titel: Berichtigungen und Nachträge
Untertitel:
aus: Ausgewählte Schriften der syrischen Kirchenväter. Bibliothek der Kirchenväter, Band 38, S. 409-412.
Herausgeber: Gustav Bickell
Auflage: 1
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1874
Verlag: Jos. Koesel’sche Buchhandlung
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Erscheinungsort: Kempten
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Quelle: Faksimile auf den Commons
Kurzbeschreibung:
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[409]
Berichtigungen.




S. 10, Z. 17–18 ist die Notiz über den Namen Buzitis zu streichen, da Barhebräus nach der richtigen Lesart den Buzitis als einen anderen Schriftsteller von dem persischen Weisen oder Aphraates unterscheidet. Vgl. Barhebraei Chronicon, ed. Abbeloos und Lamy, II., S. 922–923.


S. 18, Z. 23 lies: gekrönt statt: vollendet.


S. 188, Z. 1 v. u. lies: Mantel statt Burnus. Auch ist der erste Satz der Anmerkung zu streichen. Das syrische Wort Biruna bezeichnet zwar bei den jetzigen Nestorianern eine Kopfbedeckung der Bischöfe, hatte aber ursprünglich jedenfalls die Bedeutung „Mantel“, da es die syrische Deminutivform des lateinischen Wortes birrus oder birrum ist.


S. 237, Z. 7 lies: „Die Kleriker dürfen nicht den Altarraum betreten.“


S. 301, Z. 6 lies: des Thoren statt: der Thoren.


S. 329, Z. 15 lies: „als einen, der Ihm geliehen hat, als Seinen Hausgenossen und als einen Freund“ u. s. w.


[410]
Nachträgliche Bemerkungen
zu den
„Ausgewählten Gedichten syrischer Kirchenväter“




Zu Cyrillonas.

Den syrischen Originaltext der Gedichte dieses Kirchenvaters habe ich seitdem in der deutsch-morgenländischen Zeitschrift (1873, S. 566) publicirt. Der Name Cyrillonas ist sicher der richtige, wie sich bei abermaliger Vergleichung der Handschrift ergeben hat, obgleich das Nun einem Kaph sehr ähnlich sieht; denn in den Rubris dieser Handschrift findet sich auch sonst dieselbe Gestalt des Nun.

S. 17, Z. 5 scheint nach der ursprünglichen Lesart zu bedeuten: „Denn in sie hat sich jenes grenzenlose Meer ergossen.“

S. 24, Z. 10 lies: Härte statt: Stachelrede.

S. 24, Z. 25 ist zu übersetzen: „Arbeiter, welche für die Wahrheit wirken.“ Die Anmerkung ist ganz zu streichen.

[411] S. 50, Z. 9–10 lies: „durch eure Belehrungen Könige und durch eure Worte Richter besiegen.“ Im syrischen Text ist das Wort baderâschaikôn nach tezkôn hinzuzufügen.

S. 59, Z. 3 ist zu übersetzen: „wie um zu winken. Der Weizen ist der Freund des Menschen, welcher durch ihn ernährt und entwöhnt wird.“

S. 62, Z. 12–14 ist zu übersetzen: „gleich der Seite unseres Erlösers. Denn auch er (der Weizen) ist (gleich der Seitenwunde Christi) gespalten, aufgerissen und doch geschlossen, und auch von ihm geht Sündenvergebung aus (in der h. Eucharistie). Der Schöpfer des Weizens wußte wohl“ u. s. w. Im syrischen Text ist nämlich nach tafjâ einzuschalten verâdê minnâh chusâjâ.

Zu Isaak von Antiochien.

Die hier übersetzten Gedichte sind seitdem alle in dem ersten Band meiner Gesammtausgabe Isaaks auch syrisch abgedruckt. In Wright’s Katalog der syrischen Handschriften des britischen Museums (II., S. 603) wird ein Brief des Jakob von Edessa excerpirt, in welchem drei syrische Dichter, Namens Isaak, unterschieden werden. Dieß ist aber nachweisbar nur theils eine tendenziöse Ausrede, um die antimonophysitischen Gedichte unseres Isaak einem anderen Verfasser zuzuschieben, theils eine falsche Schlußfolgerung aus dem Gedicht über den das Trisagion singenden Vogel, welches Jakob von Edessa auf den erst nach dem Tode unseres Isaak ausgebrochenen Streit über den Zusatz des Petrus Fullo zum Trisagion („der du für uns gekreuzigt wurdest“) bezog. So fingirte denn Jakob von Edessa ausser dem wirklichen Isaak, den er einen Schüler Ephräms aus Amida nennt, noch einen zweiten, der unter dem Kaiser Justin und dem Bischof Asklepius von Edessa Katholik geworden sein soll, endlich noch einen dritten, ebenfalls aus Edessa, der unter Kaiser Zeno den erwähnten Vogel in Antiochien singen hörte. Beachtung verdient dagegen seine Notiz, Isaak sei auf seiner Rückreise von Rom unter Kaiser Arkadius zu Konstantinopel in ein Gefängniß geworfen und nach seiner Rückkehr in Amida zum Priester geweiht [412] worden, weil er dieselbe jedenfalls dem verloren gegangenen Gedicht Isaaks über Konstantinopel entnommen hat. Diese Einkerkerung würde sich sehr gut aus dem von uns (S. 113) vermutheten Zweck jener Reise nach Rom erklären.

S. 152, Z. 9–10 ist zu übersetzen: „sondern sie eilen zu irgend einem beliebigen, welcher“ u. s. w.


Zu Jakob von Sarug.


Die auf S. 215 erwähnten Trostbriefe sind wirklich entschieden monophysitisch (vgl. Abbé Martin in der Zeitschrift der deutsch-morgenländischen Gesellschaft 1876, S. 217). Da die Echtheit dieser Briefe kaum bezweifelt werden kann, so scheint es allerdings, daß Jakob von Sarug bis zum Tode Monophysit geblieben ist.