Beschreibung des Oberamts Gmünd/Kapitel B 24

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
« Kapitel B 23 Beschreibung des Oberamts Gmünd Kapitel B 25 »
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Für eine seitenweise Ansicht und den Vergleich mit den zugrundegelegten Scans, klicke bitte auf die entsprechende Seitenzahl (in eckigen Klammern).
|
Weiler in den Bergen,
Gemeinde III. Kl. mit 639 Einw., worunter 1 Evang. a) Weiler, Pfarrdorf, 477 Einw., mit Burghalden, Haus, – Einw. und Emmersberg, Haus, – Einw., b) Bilsenhof, Hof, 7 Einw., c) Giengerhof, Hof, 8 Einw., d) Haldenhof, Hof, 12 Einw., e) Herdtlinsweiler, Weiler, 92 Einw., f) Krieghof, Hof, 8 Einw., g) Ölmühle, Haus, 7 Einw., h) Steinbacher Höfe, Weiler, 28 Einw. – Kath. Pfarrei; die Evang. sind nach Gmünd eingepfarrt. 2 Stunden südöstlich von Gmünd gelegen.


Ganz still und friedlich im anmuthigen, hier wieder weiter werdenden Strümpfelbachthale liegt hinter Obstbäumen schön versteckt der freundliche Ort, mit Recht Weiler in den Bergen genannt, denn fast rings steigt hier das Land von dem grünen, viel gehügelten Thalbecken hinauf bis zu den hohen Albbergen, östlich zum Scheuelberg, südlich zum Bernhardus- und südwestlich zum Hornberg, von denen man die prachstvollsten Aussichten genießt (über die vom Bernhardusberg s. bei Degenfeld). Auch der gegen Nordosten sich erhebende Theil der Markung, Heldenstaig genannt, bietet weite Aussichten. Von großartigen Felsen ist der Küchenfels zu nennen. Der unebene, malerisch in Gruppen verstreute Ort macht mit seinen hübschen, von großen Obstbäumen beschatteten Bauernhäusern, dem mitten hindurch fließenden, von hohen Pappeln und Erlen umsäumten Bache und dem am Nordostende von hohem Vorhügel herabgrüßenden uralten Kirchlein einen sehr angenehmen Eindruck.

Diese auf dem sog. Hesselberg oder Kesselberg gelegene, dem h. Michael geweihte Kirche stimmt in der Anlage ganz mit der in Degenfeld überein und scheint von demselben Baumeister errichtet zu sein. Auch sie hat an einem ziemlich kurzen, flachgedeckten Schiffe mit ganz schmalen romanischen Rundbogenfensterchen einen mächtigen, östlich angebauten Thurm, in dessen Innerem wieder auf vier Ecksäulen ein hohes, gewaltiges Rippenkreuzgewölbe, von breiter viereckiger Leibung und ganz aus großen Quadern, ruht. Die Säulen haben steile attische Basen und glatte Würfelknäufe. An dem im vorigen Jahrhundert gegen Westen verlängerten Schiffe erhielt sich an der Südseite eine schöne romanische Pforte mit kräftigem Wulst und mit leicht verzierten Würfelknaufsäulen. Von den Rundbogenfenstern ist nur noch das östliche offen. Über dem halbrunden, mit schlichten romanischen Gesimsen geschmückten Triumphbogen hängt ein sehr schönes altes Krucifix; die drei Altäre sind im Zopfstile gehalten; das Ölgemälde des Hochaltares stellt den Sturz der abgefallenen Engel | durch den Erzengel S. Michael dar. Das zweite Geschoß des Thurmes ist von Holz und enthält drei Glocken; die größte hat die Umschrift in gothischen Minuskeln: in. sant. matheus. marcus. lucas. iohannes. er. gos. mich. joerg. kastner. zu. ulm. 1522. Die zweite Glocke wurde gegossen von Heinrich Kurtz in Stuttgart 1857, die kleinste ist uralt, von sehr schlanker und gefälliger Form und ohne Schrift. Die Unterhaltung der Kirche ruht seit der Ablösung auf der Gemeinde, früher kam sie dem Gmünder Spitale zu. Der einst feste, noch ganz ummauerte Friedhof liegt um die Kirche.

Das alte, stattliche, ganz aus Stein erbaute Pfarrhaus steht auch erhöht in hübschem Garten westlich von der Kirche und gewährt eine liebliche Aussicht; es ist seit 1866 vom Staat zu unterhalten, früher gehörte es der Hospitalverwaltung Gmünd.

Das 1820 erbaute Schulhaus enthält zwei Lehrzimmer und die Wohnung des Schulmeisters; seit 1866 unterrichtet auch ein Lehrgehilfe an der Schule. Das gutgehaltene Rathhaus ward 1829 erbaut.

Gutes Trinkwasser liefern in Fülle ein seit 1866 angelegter laufender Brunnen, 5 Pump-, 2 Zieh- und 15 Schöpfbrunnen. Der laufende Brunnen wird in thönernen und hölzernen Deucheln 236 Ruthen weit von einer Bergquelle bis zum Pfarrhaus geleitet; auch die Markung ist reich an guten Quellen, die bedeutendsten sind die Daibelquelle und der Heldenbrunnen. Von Bächen fließen darüber: der Beurenbach, der Strümpfelbach, der Mühlbach (auch Hofenstetterbach) und der Steinbach; die drei letztgenannten vereinigen sich im Orte selbst. Bei Wolkenbrüchen treten sie aus, jedoch ohne beträchtlich zu schaden, und in heißen Jahrgängen wird ihr Wasserstand sehr vermindert. Zwischen dem Giengerhof und dem Stadtwald Kelt bestand früher ein etwa 6 Morgen großer Weiher.

Die Vicinalstraße von Gmünd nach Weissenstein geht durch den Ort. Eine steinerne und 2 hölzerne Brücken, sowie 4 Stege führen über den Bach im Orte, außerhalb 2 hölzerne Brücken und 5 Stege über die Bäche; ihre Unterhaltung hat sämtlich die Gemeinde.

Die Einwohner sind im allgemeinen kräftige, großgewachsene Leute, deren Haupterwerbsquellen in Feldbau und Viehzucht bestehen; von den Handwerkern sind Maurer und Zimmerleute am meisten vertreten und arbeiten auch nach außen.

Im Ort ist eine Mahlmühle mit zwei Mahlgängen und einem Gerbgang, außerhalb (1/2 Stunde südöstlich) eine Ölmühle mit Hanfreibe; dann bestehen zwei Schildwirthschaften, worunter eine mit Bierbrauerei, und zwei Kramläden.

Die Vermögensverhältnisse sind gut; der Begütertste besitzt 80 Morgen Feld und 50 Morgen Wald, der Mittelmann 20 Morgen Feld und 4 Morgen Wald, die ärmere Klasse 3 Morgen Feld. | Auf Oberbettringer Markung, im sog. Haldenwang, besitzen hiesige Bürger 10 Morgen Feld. Armenunterstützung ist gegenwärtig keine nöthig.

Die mittelgroße, wohl arrondirte, von vielen Thälchen durchzogene Markung ist mit wenig Ausnahmen hügelig, theilweise sogar sehr bergig, indem nicht nur die Vorberge der Alb, sondern auch ein namhafter Theil des Steilabfalls derselben in die Markung eingreifen.

Der im allgemeinen mittelfruchtbare Boden besteht in den Niederungen theils aus Lehm, größtentheils aber aus den thonigen Zersetzungen der Turneri-, Numismalis- und Amaltheenthone; an den namhafteren Vorhügeln treten wenig fruchtbare Verwitterungen des Eisensandsteins und an den Steilgehängen der Alb kalkhaltige, sehr steinreiche Böden, Zersetzungen des weißen Jurakalks, auf.

Einige nicht bedeutende Gemeindesteinbrüche, aus denen Liaskalkstein zu Straßenmaterial und brauner Jurasandstein zu Bausteinen gewonnen wird, sind vorhanden.

Wegen der geschützten Lage ist das Klima ziemlich mild und gestattet noch den Anbau von feineren Gartengewächsen; Frühlingsfröste kommen nicht häufig und Hagelschlag selten vor.

Die Landwirthschaft wird mit Anwendung verbesserter Ackergeräthe (Suppinger- und Wendepflug, eiserne Egge, einige Walzen und eine Dreschmaschine) gut betrieben; der deutsche Wendepflug kann wegen des theilweise bergigen Terrains und steinigen Bodens nicht ganz entbehrt werden. Von den gewöhnlichen Cerealien baut man vorzugsweise Dinkel und Haber, ferner als Brach- und Handelsgewächse, Kartoffeln, Angersen, sehr viel dreiblättrigen Klee, Bodenkohlraben, etwas Reps, Flachs und Hanf, jedoch nur für den eigenen Bedarf; nach außen kommen etwas Dinkel und etwa 200 Scheffel Haber zum Verkauf.

Der ziemlich ausgedehnte Wiesenbau liefert durchgängig ein gutes Futter; Wässerung besteht nicht.

Die im Zunehmen begriffene Obstzucht beschäftigt sich hauptsächlich mit Mostsorten, Zwetschgen und Kirschen; das Obst geräth gerne und erlaubt in guten Jahrgängen einen Verkauf von mehreren 100 Simri.

Der Ertrag aus den nur 16 Morgen haltenden Gemeindewaldungen wird zur Heizung der Schule und theilweise auch des Rathhauses verwendet. Früher bestanden Gemeinderechts-Waldungen, die 1849 an die berechtigten Bürger vertheilt wurden, wobei jeder 41/2 Morgen erhielt.

Die vorhandene 200 Morgen große Schafweide wird nebst der Brach- und Stoppelweide an fremde Schäfer, die im Sommer 600 Stück, im Winter 200 Stück Bastardschafe laufen lassen, um | jährlich 775 fl. verpachtet und überdies trägt die Pferchnutzung der Gemeindekasse jährlich 100 fl. ein; die baubaren Allmanden sind an die Ortsbürger um jährlich 15 fl. verliehen.

Einige Pferdezucht wird getrieben und die Rindviehzucht ist in ganz gutem Zustande; man züchtet den Limpurger Schlag und hat 2 Farren von gleicher Race aufgestellt. Mit Vieh wird einiger Handel auf benachbarten Märkten getrieben und ein ziemlich namhafter Milchverkauf findet nach Gmünd und an die im Ort bestehende Käserei statt.

Die Fischerei in den etwas Forellen führenden Bächen hat die Gemeinde, welche sie um 2 fl. 42 kr. jährlich verpachtet.

Außer der eigentlichen Stiftungspflege besteht noch eine besondere Stiftung im Betrag von ursprünglich 50 fl., jetzt 70 fl., deren Zinse zu Kultkosten verwendet werden.

Auf einer kleinen Anhöhe am westlichen Ende des Orts stand ein Schloß, von dem man noch Überreste findet; auch auf dem 1/4 Stunde nördlich vom Ort gelegenen Hügel, an dessen Fuß der Giengerhof liegt, stand eine Burg, von der noch einige quer den schmalen Hügelrücken durchschneidende Gräben vorhanden sind, aber der Name dieser Burg ist vergessen. Der Hügel selbst hieß Stuben- oder Stubbenberg und so auch der Hof nahe dabei, welcher seinen jetzigen Namen von einem Hans Ginger erhielt, der ihn 1461 verliehen bekam von Heinrich v. Hohenrechberg. Er gehörte später zur Burg Bargau, und kam mit derselben an Gmünd 1544. Etwa 1/4 Stunde südwestlich vom Ort kommt der Flurname „Behnburg“ vor.

Im Dorfe selbst ist ein „Burgstal“, wo ehemals ein festes Haus gestanden (s. oben). Doch werden Herrn v. Weiler in der Gegend nicht genannt, die Burg selber hat also wohl einen andern Namen getragen. Im Besitz erscheinen die Herren v. Rechberg zur Hälfte, nach dem Saalbuch von 1476, und zwar die Herren v. Hohenrechberg zu Weissenstein schon 1428 z. B. (wo Heinrich v. Rechberg 1 Gut und 1 Selde eignet) bis zum Aussterben 1550. Wilhelm III. hat der Gemeinde auf ewig seine Weide in der „Schweinzucht“ verliehen gegen einen Jahreszins von 1 fl. Erben waren die Rechberge zu Heuchlingen. Den zweiten Theil besaß Gmünd, dessen Geschlechter von Alters her in Weiler begütert waren, z. B. die Rinderbach, welche Güter um 145 Pfund 1354 verkauften, die Kurzen 1363 z. B. und Taler, welche 1363 verkauften um 103 Pfund; die Häberlin 1425. 1426, deren 2 Huben und 4 Selden rechbergisch Lehen gewesen sind und zum Theil an die Wolf, Straßer und Horkheim kamen. Die in Urkunden genannten Güter wurden meist ans Kloster Gotteszell, anderes an das Spital verkauft.

Die beiden Eigenthümer hatten bald im Frieden (z. B. 1537 | Ordnung der Gemeindeangelegenheiten) bald im Streit (z. B. 1580 wegen der Jurisdiktion, welche Rechberg auf der Gemeinde und den Gassen allein ansprach) allerlei zu verhandeln, bis Ulrich v. Rechberg-Heuchlingen 1587 seinen Theil mit dem Burgstal und der Fallbehausung zu Härtlinsweiler, auch 160 Jaucharten Holz um 14.650 fl. an Gmünd verkaufte, mit allen Hölzern, Rechten, Obrigkeit u. s. w. Von da ab gehörte Weiler ganz zum Gebiet von Gmünd und theilte dessen allgemeine Schicksale.

Die Gemeinde Weiler hatte einige Ansprüche auf die spitalischen Weiden auf dem Aalbuch, was mehrere Vergleiche hervorrief. Eine „Michelshalde“ gehörte Gotteszell, dem Spital eine Gült davon.

Die Kirchsätze zu Weiler und Holzkirchen[1] verkauften die Rechberge von Gröningen 1358 an die Brüder Peter und Reinbold Eberwein, mit dem Widdumhöfen und Vogtei u. s. w.; Walter Eberwein verkauft das Gut zu Hertlisweiler und dazu die Kirchsätze, Widdumhöfe und Vogtei zu Weiler und Holzkirchen 1366 an Pfaff Eberhard von Grünberg, Kirchherrn zu Lauchheim und Heinrich Ruchen, Bürger zu Gmünd. 1402 ist Michael v. Lauchheim Kirchherr zu Weiler und verkauft 6 Höfe, 2 Selden und 2 Gütlein zu Weiler (nebst 2 Gütern zu Bettringen) an das Spital, Conrad v. Lauchheim aber verkauft 1408 (wie 1366) an Hermann Feierabend, welcher das jus patronatus 1413 dem Spital überließ, dem Papst Johann XXIII. die Incorporation gewährte, welche Papst Martin V. 1414 genehmigte.

Die Kirche zu St. Michael ist sehr alt: 1460 erhielt sie einen 100tägigen, 1478 einen 40tägigen Ablaß.

Die St. Bernharduskapelle auf dem Spitzberg, zuerst von der Pfarrei Weiler in Anspruch genommen, wurde 1729–1733 erbaut, stellte sich aber heraus als jenseits der Grenzlinie gelegen.

Zehntstreitigkeiten gabs 1513 zwischen der Pfarrei und dem Spital, 1570 zwischen Rechberg und Gmünd über den Novalzehnten.

| Von den zu der Gemeinde gehörigen Parzellen (s. oben), die in einer Entfernung von 1/41/2 Stunde rings um den Mutterort liegen, nennen wir nur:

Den Haldenhof, 1540 z. B. und 1544 der Hof Haldenwang genannt. Es ging da eine Fahrt vorbei auf den Aalbuch.

Herdtlinsweiler, hat 1/4 Stunde südlich von Weiler am Zusammenfluß von 3 kleinen Bächen, welche von hier an den Strümpfelbach bilden, eine schöne, etwas abgeschiedene stille Lage.

Hertlinsweiler (auch Härtlinsweiler, Herlischweiler u. s. w.) erscheint, wie Weiler, als getheilt zwischen den Herren von Rechberg und Gmünder Geschlechtern, ja es stand hier das feste Haus einer ritterlichen Familie, von welcher 1367 Conradus de Hertiswiler lebte (ein aus der rechten obern Ecke, durch 3 Linien gespaltener Schild im Siegel, wie ihn auch die Herrn v. Waldhausen führen) und 1385 ein Konrad der Härtinzwiler genannt, der ein Gut in Buchengehren (bei Pfahlbronn) verkaufte.

Ulrich v. Rechberg verkaufte 1358 ein Gütlein an Hertliswiler mit den Kirchsätzen zu Weiler und Holzkirchen und Vogtei, Gütern und Gülten; was alles durch verschiedene Hände ging (Ruch 1366, von Lauchheim und Feierabend 1408) bis es an das Spital zu Gmünd kam. Ein Hof zu Hertlinsweiler wurde mit Bargau verkauft 1544 und den Rest der Rechberg’schen Güter, eine Fallbehausung in Hertlinsweiler, verkaufte Ulrich v. Rechberg mit seinem Theil an Weiler i. B. 1581.

Steinbacherhöfe, der nicht große Weiler liegt 3/8 Stunden westlich vom Mutterort, in dem von ziemlich hohen Bergen umgebenen Steinbachthale.

Die Steinbacherhöfe erscheinen zuerst als ein Steinbach, wo 1358 Ulrich v. Rechberg ein Gütlein verkaufte an K. Ratgeb gen. Bule. Die Rechberg’schen Unterthanen da gehörten zur Herrschaft Bargau und wurden mit ihr 1544 an Gmünd verkauft, wobei auch der zur Dotation der Pfarrei Weissenstein gehörige Steinbachhof und 1 Hof zu Hertlisweiler freigegeben wurden (gegen Ersatz in Treffelhausen). Die Güter der Gmündischen Geschlechter: Bule, Eberwein und Spieß etc. kamen zuletzt an das Spital, – also war der ganze Weiler seit 1544 unter Gmündischer Hoheit.

Die damals noch zweiherrischen Unterthanen haben sich schon 1486 über Wässerung, Weide, Schafhalten u. dgl. m. verglichen.

Der Krieghof, ein Aushof vom Hohenrechberg, wird schon auf der Gmünder Freipürschkarte genannt; der Rechbergische Unterthan da stritt 1759 mit Weiler wegen Reparatur des Fahrwegs.



  1. Es ist kaum wahrscheinlich, daß die Kirche zu Holzkirch im Oberamt Ulm in so enger Verbindung gestanden sein soll mit Weiler i. B. In unserer Gegend existirte jedenfalls auch ein Holzhauser Hof, wo der Gmünder H. Flad eine Gült verkaufte 1366; noch 1407 stifteten die Rechberg eine Gült von ihrem Hof zu den Hölzern. 1443 verkauft U. Flad seinen Hof, der Holzhuser genannt, um 250 fl. und 1494 werden unter den Zubehörden von Hohenrechberg genannt: 1 Hube zu Degenfeld, 1 Hube zu Grünbach, der Holzhuserhof, der Büdinghof, 2 Gütlein zu Nenningen. Da müssen wir überall an eine Localität in unserer Gegend denken. Ob wir es also nicht mit einem abgegangenen Orte zu thun haben? (Vgl. bei Thannweiler, Gem. Waldstetten, S. 450.)


« [[Beschreibung des Oberamts Gmünd/|]] Beschreibung des Oberamts Gmünd Kapitel B 25 »
Für eine seitenweise Ansicht und den Vergleich mit den zugrundegelegten Scans, klicke bitte auf die entsprechende Seitenzahl (in eckigen Klammern).