Beschreibung des Oberamts Gmünd/Kapitel B 25

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Winzingen, mit Schloß,
Gemeinde III. Kl. mit 359 Einw., wor. 4 Evang. – Kath. Pfarrei; die Evang. sind nach Groß-Süßen, O.-A. Geislingen, eingepfarrt. 23/4 Stunden südlich von Gmünd gelegen.


In dem anmuthigen, zwischen dem Rehgebirg und den Ausläufern des Heldenbergs sich hinziehenden Krehbach-Thal, auch Maibach-Thal genannt, gerade an der Stelle, wo von Nordosten das Dorfbach-Thal sich dem Krehbach-Thal anschließt, liegt sehr freundlich und einladend zwischen Obstbäumen der hübsche, etwas gedrängt gebaute Ort.

Die dem heil. Sebastian und dem heil. Rochus geweihte Kirche liegt etwas erhöht am westlichen Ende des Dorfes und wurde 1692, im Stile der damaligen Zeit, mit einfachen Bogenfenstern und Blendarkaden erbaut (geweiht 1696); der Chor schließt vieleckig. Das ansprechende, im Schiff geradgedeckte, im Chor flachgewölbte Innere ist mit hübschen Stuckaturen geschmückt. Die Kirche war Begräbnißstätte der Herrn von Bubenhofen, von den noch vorhandenen Grabdenkmalen derselben stammt eines von 1699. Hinter dem Hochaltare befand sich früher ein großes Ölgemälde von hohem Werthe, aus der besten Renaissancezeit, Christus am Kreuz, wovon jetzt eine Kopie in dem Hochaltare angebracht ist. Die Orgelempore ist mit hübschen Bildern aus dem siebenzehnten Jahrhundert, Maria mit Anna und dem Kinde, Christus am Kreuz mit Maria und Johannes, geschmückt; eben dort befindet sich auch ein altes Crucifix. Dann ist noch zu erwähnen das Holzbild der heil. Anna, das in der Kirche, und das sehr schöne alte der Maria mit dem Leichnam des Herrn, welches auf der Kirchenbühne steht. Auch bewahrt die Kirche eine schöne altgothische Monstranz von Bronze. Der Thurm, welcher gegen oben in ein Achteck übergeht und mit einem Zwiebeldach bekrönt ist, bildet im Westen der Kirche eine Vorhalle. Von den zwei Glocken trägt die größere die Umschrift: Sant Sebastiane ora pro nobis 1692, die kleinere, in gothischen Minuskeln: hilf. maria. amen. anno. domini. 1430. In der südlich angebauten Kapelle der 14 Nothhelfer steht ein mit alten und neuen Heiligenbildern (von Maintel) geschmückter Altar, in der Mitte enthält er ein hübsches Gemälde, den heil. Antonius vorstellend. Die Unterhaltung der Kirche ruht auf der Stiftungspflege.

Der noch niedrig ummauerte Friedhof liegt um die Kirche. Die ursprüngliche Kirche soll im Garten des Gemeindepflegers Kolb gestanden sein.

Das alte, südlich von der Kirche gelegene, freundliche Pfarrhaus mit Scheune und Garten ist von der Gemeinde zu unterhalten. Das in gutem Zustand befindliche, 1836 erbaute Schul- und | Rathhaus enthält neben den Gemeinderathsgelassen ein Lehrzimmer und die Wohnung des Schulmeisters.

Südlich am Dorfe steht das gräflich Rechbergische Schloß mit Garten, ein großes, schlichtes, dreistockiges Steinhaus, über dessen hübsch verziertem südlichem Eingange das Bubenhofen’sche Wappen angebracht ist; in der hohen Hausflur stehen zwei schöngeschnitzte Eichenholzsäulen.

Gutes Trinkwasser liefern stets hinreichend ein laufender, zwei Pump-, 4 Zieh- und 5 Schöpfbrunnen; von der Holzbrocklerquelle im Gefällholz wird das Wasser in das Schloß geleitet. Die Markung ist reich an guten Quellen, von denen der 500 Schritte südlich vom Ort entspringende Rauwiesenbrunnen die vortrefflichste und stärkste ist. Dann fließen über die Markung der von Norden kommende Krehbach (Maibach), der Dorfbach, der Holderbach etc. Zwei künstlich angelegte Seen befinden sich hier, der Schloßsee im Schloßgarten und der Feuersee, östlich vom Ort. Das nordöstlich vom Dorf gelegene Grundstück der Wittwe Ursula Widmann wird der See genannt, hier soll früher der Feuersee gewesen sein.

Die Landstraße von Gmünd nach Süssen geht mitten durch den Ort. Über die Bäche führen eine steinerne Brücke, 3 hölzerne Brücken und 2 Stege; 2 Brücken und 2 Stege sind von der Gemeinde zu unterhalten, die übrigen von Privaten.

Die im allgemeinen ziemlich kräftigen Einwohner finden ihre Haupterwerbsquellen in Feldbau und Viehzucht; einige Bürger treiben daneben kleine Gewerbe, von denen das der Maurer und Steinhauer am stärksten vertreten ist; zwei Schildwirthschaften und ein Kramladen bestehen.

Da die Grundherrschaft Rechberg fast ein Dritttheil der ganzen Markung besitzt und viele Güter an beschwerlich zu bebauenden Bergabhängen liegen, so sind die Vermögensverhältnisse nicht besonders günstig. Der Graf von Rechberg besitzt auf der Markung 374 Morgen, welche von dem gräflichen Domänen-Inspektor Hahn auf Ramsberg rationell bewirthschaftet werden. Der Grundbesitz des vermöglichsten Bürgers beträgt 90 Morgen, worunter 20 Morgen Wald, der des Mittelmannes 40 Morgen, worunter 1–11/2 Morgen Wald, die ärmere Klasse besitzt zum Theil nur einige Allmandtheile. Auf der Markung Hagenbuch (Mark. Donzdorf) haben 5 hiesige Bürger etwa 12 Morgen Feld.

Einer Gemeindeunterstützung bedarf gegenwärtig nur ein Kind und 4 Personen genießen freie Wohnung im Armenhaus.

Die mittelgroße, meist unebene, zum Theil sehr bergige Markung hat im allgemeinen einen fruchtbaren Boden, der hauptsächlich aus den Zersetzungen des weißen und braunen Jura besteht; bei starken Regengüssen wird sehr häufig der Dünger und der humusreiche Boden | an den Bergabhängen abgeschwemmt und tieferen Lagen zugeführt, was den Ertrag der Güter sehr vermindert.

Mehrere Steinbrüche im Sandstein des braunen Jura liefern sehr schöne Bau- und Werksteine, die nicht allein im Ort, sondern auch in der Umgegend gesucht sind. Auf dem Heldenberg und Blosenberg gewinnt man weißen Jurakalk zu Straßenmaterial.

Das Klima ist ziemlich mild, allein im Frühjahr stellen sich sehr häufig Fröste ein, die der Obstblüthe und den feineren Gewächsen verderblich werden. Hagelschlag gehört zu den Seltenheiten, auch ist die Gegend gegen heftige Winde geschützt.

Die Landwirthschaft wird so gut als es die natürlichen Verhältnisse erlauben getrieben, und hat sich in den letzten 10 Jahren durch den Anbau öde gelegener Flächen, Drainirung etc. wesentlich gehoben; auch sind verbesserte Wende- und Beetpflüge und eiserne Eggen allgemein eingeführt, während die Walze, die Repssä- und Dreschmaschine nur von der herrschaftlichen Verwaltung benützt wird.

Außer den gewöhnlichen Cerealien baut man sehr viel Futterkräuter (dreiblättrigen Klee, Luzerne, Esparsette, Mischlingfutter), Kartoffeln, Angersen, Ackerbohnen, Reps, Flachs, Hanf und in neuerer Zeit auch Hopfen, dessen Anbau sich auszudehnen beginnt; von den Handelsgewächsen kommen nur Reps und Hopfen, von den Getreidearten etwas Dinkel und etwa 350 Scheffel Haber nach außen zum Verkauf.

Der Wiesenbau ist ziemlich ausgedehnt und die zwei-, nur sehr selten dreimähdigen Wiesen, denen keine Wässerung zukommt, liefern ein gutes Futter.

Früher wurde auch Weinbau getrieben und noch heißt ein Bergabhang westlich vom Ort die Weinhalde.

Die Obstzucht wird mit Fleiß getrieben, obgleich das Obst nicht besonders gerne geräth; man pflanzt Luiken, Goldparmäne, Süßäpfel, Reinetten, Bäumlesäpfel, Herrenbirnen, Bratbirnen, Langbirnen, Pfaffenbirnen und von Steinobst Zwetschgen und Pflaumen. In günstigen Jahren wird auch ein Theil des Obstertrags nach außen abgesetzt und wenn die Zwetschgen gerathen, dann bereitet man viel Zwetschgenbranntwein.

Es sind nur 92/8 Morgen Gemeindewaldungen vorhanden, deren jährlicher Ertrag verkauft und der Erlös mit etwa 50 fl. in die Gemeindekasse fließt.

Ein Wald, auf den die meisten Ortsbürger realberechtigt waren, wurde vor etwa 70 Jahren unter die berechtigten Bürger vertheilt, wobei jeder 11/2 Morgen erhielt.

Eigentliche Schafweiden sind etwa 70 Morgen vorhanden, die mit der Herbstweide verpachtet werden; das Weiderecht auf der Markung hat zur einen Hälfte der Graf von Rechberg zur anderen die Gemeinde.

| Die Gemeinde verpachtet ihren Antheil um 180 fl. und überdieß trägt ihr die Pferchnutzung 125 fl. jährlich ein.

Die vorhandenen Allmanden werden zum größten Theil an die Ortsbürger verliehen, was der Gemeinde eine jährliche Rente von 50 fl. sichert.

Die Pferdezucht ist ganz unbedeutend, dagegen die Rindviehzucht in gutem Zustande; man hält vorzugsweise die Leinthaler-, weit weniger die Simmenthaler-Race und hat nur einen Leinthaler Farren aufgestellt. Auf benachbarten Märkten wird Handel mit Vieh getrieben und Milchverkauf an die im Ort bestehende Käserei findet statt.

Auf der Markung läßt die gräflich Rechbergische Gutsverwaltung 400 Stück spanische Schafe laufen.

Das Stiftungsvermögen beträgt gegenwärtig etwa 8000 fl., deren Zinse für Kirche, Schule und Armenhaus verwendet werden.

Nach der Volkssage soll Hauptmann von Roth, der innerhalb vierzehn Tagen die Einwohner zwingen wollte entweder evangelisch zu werden oder auszuwandern, nach seinem Tode als Geist umgegangen sein. Bei seinem Begräbniß habe sich sein Geist am obersten Schloßladen gezeigt und gerufen. „habt ihr mich schon oder wollt ihr mich erst; hui däch däch!“ Sein Leichnam wurde in der Kirche beigesetzt, mußte aber bald wieder aus ihr fortgeschafft werden, weil er allerlei Unwesen, namentlich mit dem Meßner beim Morgen- und Abendläuten trieb; am meisten aber spuckte er im Schloß, das er erbaut haben soll, und in dessen Nebengebäuden, und ängstigte das Volk durch allerlei Gestalten. Im Dorf, in Feld und Wald war man Tag und Nacht vor ihm nicht sicher, er erschien als Jäger mit Pferden und Hunden ohne Köpfe unter Sturmgebraus und Hundegekläffe. Einem seiner ehemaligen Freunde, dem Reiterle von Thannweiler, erschien der Holzbrockeler, so nennt ihn das Volk, als Jäger auf einem Pferd bei dem sog. Zuckmantel; Reiterle grüßte: Guten Abend, Herr Hauptmann! worauf der Holzbrockeler ausrief: würde ich dich nicht so gut kennen ich zerrisse dich zu Zunder und Fetzen! Wegen des, namentlich im Schlosse getriebenen Unfugs kamen Kapuziner, welche durch Beschwörungen den Holzbrockeler in eine Meßkanne verbannten und diese alsdann in eine hohle Buche auf dem Heldenberg eingruben; die Buche wurde später umgehauen und der Holzbrockeler wieder befreit. Diese Sage ist in Winzingen allbekannt und heute noch fürchten sich einzelne vor dem Holzbrockeler – Etwa 5 Minuten vom Dorfe auf dem Reichenbacher Weg bei der Suhlluck spuckt ein anderer Geist, der sog. Suhlochs. An der Straße nach Donzdorf von dem Kreuz bis zur Markungsgrenze soll ein Hund laufen. Beim Stege auf den Stegwiesen zeigt sich ein Mann, „der Bachpflatscher.“

Noch steht ein rechbergisches Schloß am südlichen Ende von Winzingen, an der Stelle eines alten festen Hauses, wo z. B. 1307 | Ulricus de Winzingen saß; Otker v. W. und Johann v. W. Bürgermeister zu Gmünd, Brüder, Edelknechte lebten 1347, nach welchen noch eine Schwester Anna v. W. 1366 im Kloster Gotteszell erwähnt wird. Hans und Conrad von Ahelfingen – vielleicht von dem Rechberghauser Erbe her, verkauften einen Hof und zwei Selden zu Winzingen an Hans von Degenfeld 1439, welcher diese Erwerbung an Bero von Rechberg 1440 gegen einen Hof zu Degenfeld vertauschte. Beros Bruder, Albrecht von Rechberg-Staufeneck, stiftete schon 1407 zu einer Messe Gült aus den drei gemeinen Huben zu Winzingen. Beim Aussterben der Staufenecker Linie machten die Wittwe Conrads und etliche Erbtöchter Ansprüche an alles Allod, 1599, und Marie von Rechberg, vermählt mit Wilhelm von Neuhausen (der eine Zeit lang auch Straßdorf occupirte) ergriff Besitz von Winzingen. Ihr Sohn Philipp von Neuhausen zu Alfdorf u. s. w. verkaufte aber das Rittergut mit eigener Jurisdiction und aller Obrigkeit an seinen Schwager Joachim Berchtold Roth (von Ulm) 1607, um 15.000 fl. auf Wiederlösung. Hauptmann J. B. Roth mag ein unruhiger Kopf gewesen sein; mit Rechberg kam er in Streit über die Jurisdiction, mit dem Pfarrer wegen seines angeblich liederlichen und pflichtwidrigen Lebens; in Folge davon aber wurde Roth in Bann gethan und befiehlt nun seinen Unterthanen 1620 in vierzehn Tagen lutherisch zu werden. Mit den Unterthanen auch hatte er schon zuvor Streit gehabt, weil ein Theil der Allmand zu Höfen und Selden war gemacht worden; jetzt brach offene Empörung aus, so daß Roth württembergisches Militär zu seinem Schutz requirirte, während die Bauern in die Berge flohen und durch einen Wächter mit Horn auf einer Bergspitze die Ankunft der Exekution ankündigen ließen. Roth nahm sogar sein Gut von Württemberg zu Lehen (ohne Dienstverpflichtung) 1620. Kaum waren diese Händel mühsam verglichen, so starb J. B. Roth, worauf neue Händel anfingen, weil er seine Hinterlassenschaft zu einem Roth’schen Fideicommiß machen wollte, während Philipp von Neuhausen c. ux. v. Roth die bedungene Wiederlösung in Anspruch nahm und auch wirklich durchsetzte mit Aufzahlung von 4000 Reichsthalern für Meliorationen. Sofort wurde das Gut 1621 an Benjamin von Bubenhofen auf Ramsberg verkauft, Schloß und Dorf mit Zubehörden um 36.000 fl. B. von Bubenhofen kümmerte sich nichts um die neue württembergische Lehensherrlichkeit, welche unberechtigt und nichtig sei, der Herzog aber schickte 500 Mann und zog das Gut ein, so daß B. v. Bubenhofen mühsam beim Reichshofrath die Zurückgabe erlangte und gute Worte geben mußte, zumal Fälschungen in den Urkunden vorgekommen waren. Die weitere Geschlechtsfolge der neuen Besitzer in den Hauptpersonen ist in Kürze folgende: |
Benjamin von Bubenhofen auf Ramsberg.
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Maximilian
auf Ramsberg.
Hans Bartholomäus,
zu Winzingen, † 1657.
  Joachim Konrad,
zu Kleinsüßen.
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  Johann Adam von Bubenhofen,
zu Winzingen 1622 ff.
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1705: Johann Konrad
Heinrich, zu Winzingen,
† c. 1717.
Wilhelm Christof,
mainz. u. bamb.
Geheimrath.
Johann Franz,
zu
Leinstetten.
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Philipp Heinrich
(und Brüder)
verkauft W. 1736.
Josef Friedrich
von Bubenhofen, † 1755,
kauft Winzingen 1736.
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  Von verschiedenen Söhnen sitzt
Josef Wilhelm v. B. auf Winzingen,
heirathet 1773, Generalmajor, † 1814.

Johann Adam mußte des Hans Bartholomäus Wittwe abfinden – mit Kleinsüßen, und Maximilians Tochter, verheirathete von Rietheim, durch Abtretung der Höfe: zu Kitzen den sog. Peterlingshof und eine Gült vom Feyerlinshof (Gem. Ottenbach), Schattenhof, Kragerhof und Messnerhalde (Gem. Reichenbach) und Hirsberg. Hintendrein kamen auch die von Neuhausen noch einmal mit der Klage auf läsio enormis durch den ganzen Verkauf um 36.000 fl. (1651); mit Rechberg wurde processirt (1654/91) über das Fladenholz. 1705 besaßen die 3 Brüder das Gut gemeinschaftlich und es wurde taxirt auf 28.404 fl. 20 kr. Wilhelm Christof von Bubhofn wurde mit Bruder und Neffen 1722 vom Kaiser in den Freiherrnstand erhoben. Aus der Erbsmasse des letzten Freiherrn von Bubenhofen erkauften die Grafen von Rechberg das Gut 1824.

Das Gut besaß den Blutbann als kaiserliches Lehen und alle Obrigkeit. Zum Schloß (mit Blumengarten) gehörte ein ansehnliches Schloßgut (1712 um 600 fl. und zwei Centner Schmalz verpachtet) und weitere Zubehörden waren 1599: der Hof auf dem Hochberg und die Mühle zu Hagenbuch; 1705: Thannweilerhof (Gem. Waldstetten), Messelhof, der große Bärenhof (Gem. Ottenbach) und Unterthanen zu Krummwälden und Kitzen (O-A. Göppingen).

Ein Kirchherr zu Winzingen, Pfaff Conrad der Bader, wird 1397 genannt; daß zwei Linien von Rechberg das Patronat der Pfarreien Winzingen und Wisgoldingen 1536 vertauschten, s. da. 1601 war das jus patronatus der Pfarrei und Kaplanei Zubehör des Ritterguts und oben ist erwähnt, wie J. B. Roth 1620 das Dorf plötzlich reformiren wollte. Der Käufer v. Bubenhofen wollte eben so schnell die Evangelischen wieder ausschaffen, in vierzehn Tagen, | mußte aber auf württembergische Einsprache drei Jahre Frist zur Auswanderung geben. Die Gemeinde wurde wieder ganz katholisch.


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