Beschreibung des Oberamts Künzelsau/Kapitel B 38

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
« Kapitel B 37 Beschreibung des Oberamts Künzelsau Kapitel B 39 »
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Für eine seitenweise Ansicht und den Vergleich mit den zugrundegelegten Scans, klicke bitte auf die entsprechende Seitenzahl (in eckigen Klammern).
|
38. Ober-Ginsbach,
Gemeinde III. Kl., Pfarrdorf mit 335 kath. Einw.

In dem scharf eingeschnittenen Ginsbachthal, einem Seitenthal der Jagst, liegt unweit der Bachquelle das kleine, freundliche Dorf Ober-Ginsbach mit seiner stattlichen Kirche. Das Dorf besteht aus zwei langen Gassen, die sich längs des Baches hinziehen. Die nächste Umgebung des Dorfes mit zahlreichen Obstgärten ringsum ist sehr ansprechend.

Die Kirche, dem Corpus Christi oder Altarsakrament geweiht, wurde 1846/47 im Rundbogenstil ganz neu und stattlich erbaut. Sie steht im obern Dorf auf dem linken Ufer des Baches.

Der Chor gegen Westen wurde nach Zeichnungen des Malers Kolb in Ellwangen von Müller mit schönen Bildern auf Kosten der Gemeinde gemalt. Außer dem Hochaltar sind noch 2 Seitenaltäre, dem heil. Wendelin und der Maria immaculata geweiht, vorhanden. Auf dem gegen Osten gerichteten Thurm hängen drei Glocken, von denen die größte die Inschrift hat: A fulgure et tempestate libera nos Dne Jesu Christe. J. N. R. J. S. 1669. Joanne Melchiore Kraus I. U. doctore, decano et parocho, Martino Kempf, Sebastiano Durbacher aedituis, Martino Hermann praetore.

Die mittlere hat die Inschrift: In honorem s. Josephi B. V. M. sponsi haec campana est benedicta anno 1725. parocho Clemente Fritz et Petro Crönlein pretore I . K : H . M : U . S : M . K : H : C . B . B . B : M . L . Z . H . B .

Die kleine: Gegossen von Friedrich Klaus v. Bütthardt 1846. Gloria in excelsis.

Die bei der alten Kirche befindlichen Grabdenkmäler, darunter eines von 1639, sind beim Neubau der Kirche vollständig zertrümmert worden. Die Baulast der Kirche hat die Gemeinde.

Der Gottesacker auf dem westlichen Thalabhang unweit der Kirche wurde 1841 angelegt und am 12. Oktober eingeweiht.

Das bequem eingerichtete, gut unterhaltene Pfarrhaus liegt unmittelbar an der Kirche. Dasselbe wurde 1653 von dem Pfarrer Joh. Balthasar erbaut. Am Samstag vor Palmsonntag| 1647 5. April wurde nämlich das Pfarrhaus von der schwedisch-französischen Armee verbrannt, während das Gotteshaus, neben welchem schon ein Kirschbaum in Flammen stand, verschont blieb. Pfarrer M. Alt baute die Scheune auf und begann den Hausbau. Sein Nachfolger Hausherr stellte das Baumaterial bereit, kam aber fort, ehe er den Bau vollenden konnte, so wurde das Pfarrhaus 1653 von Pf. Johann Balthasar erbaut. Pf. Kraus, Dr. Jur. utr. und Dekan, suchte für eine Gemeinschaft von Weltpriestern eine Niederlassung zu gründen, indem er auf dem Stall des Pfarrhofes eine Wohnung für diese Gemeinschaft herstellte, welche mit dem Pfarrhaus durch einen heute noch sichtbaren Gang verbunden war. Doch mußte er auf Ausführung seines Planes verzichten und zog sich auf seine eigenen Güter nach Aschhausen zurück (Pfarrakten).

Für die Baubedürfnisse des Pfarrhauses ist ein eigener Baufond gegründet, früher lag die Baulast auf der Pfründe.

Das kleine, einstockige Schulhaus enthält die Wohnung für einen Lehrer und das Schulzimmer. Es steht auf der Ostseite der Kirche vor dem Pfarrhause. Das unscheinbare Gebäude entspricht kaum dem Bedürfnis. Die Baupflicht hat die Gemeinde. An der Schule steht ein Lehrer. Eine Schule bestand schon 1610; denn 1663 starb Schulmeister Wolz, der 53 Jahre Schullehrer war. Das Haus, von Privaten erkauft, wurde nach und nach erweitert.

Das Rathhaus, ein von der Gemeinde erkauftes, altes Privathaus, unweit der Kirche jenseits des Baches, entspricht dem Bedürfnis hinreichend. Neben dem Rathhaus steht die alte Kelter, an welcher ein Kreuz eingemauert ist mit der Jahreszahl 15T38. T ist vielleicht das Zeichen des Klosters Tückelhausen, welchem erst die Kelter gehörte, wie auch die in Unter-Ginsbach. Über diese Erwerbung und die Veräußerung an die Herrn v. Stetten fehlen weitere Nachrichten, vielleicht kam sie von der Klause in Neunkirchen an Tückelhausen.

Am Hause des Mich. Haas steht noch ein kleiner Wappenschild und die Inschrift M. B. 1599. Vielleicht bezieht es sich auf Margareta Braunegg, die 1639 mit ihrem Manne Bernhard oder Leonhard als Wohlthäterin der Kirche genannt wird.

Mit gutem Trinkwasser, das in einer steinernen Leitung herbeigeführt wird, ist der Ort reichlich versehen. Es sind ein laufender, ein Schöpfbrunnen und drei Ziehbrunnen vorhanden.

| Dem Verkehre dient die Vizinalstraße von Altkrautheim über Unter-Ginsbach nach Meßbach und Stachenhausen. Über den Bach führen 3 steinerne und eine hölzerne Brücke, welche die Gemeinde zu unterhalten hat.

Das Klima ist in dem engen Thal sehr wechselnd. Neben heißen Sommertagen, in welchen die Hitze in dem Thale sehr stark wirkt, kommen kühle Nächte vor. Frühlingsfröste und Nebel sind nicht selten. Hagelschlag ist nicht gerade häufig: 1811, 1819, 1826, 30. Juni 1833, 19. Juli 1835, 19. Juli 1847 zugleich mit Wolkenbruch, dem am 10. August ein zweiter Wolkenbruch folgte, der während des Erntetanzes ein 12jähriges Mädchen verschlang. Auch am 30. Juni 1755 gieng ein Wolkenbruch nieder, welcher 10 Scheunen wegriß. (Pfarrchronik und Württ. Jahrb. 1869, 453.)

Die Haupterwerbsmittel sind Feldbau und Viehzucht. Handwerke sind nur für den Ort thätig. Der Vermögensstand der Bürger ist gut. Der Grundbesitz des vermöglichsten Einwohners beträgt 70 Morgen Äcker, 18 Morgen Wiesen, 4 Morgen Weinberge, 2 Morgen Baumgarten. Der Mittelmann besitzt davon die Hälfte, die ärmere Klasse ein Sechstel.

Auf auswärtigen Markungen haben die Ortsbürger ziemlich viel Grundbesitz, nämlich auf den Markungen Hohebach, Dörzbach, Unter-Ginsbach, Dörrenzimmern und Meßbach.

Im Dorfe befindet sich eine Schildwirthschaft, ein Kramladen und eine Mühle mit einem Gerbgang und zwei Mahlgängen.

Die Markung ist wohl abgerundet und mittelgroß, aber durch das tief eingeschnittene Ginsbachthal auf Thal, Hochebene und steile Berghänge vertheilt und der Feldbau deswegen mühsam; der Boden schwer, hitzig, steinig und nicht sehr tiefgründig.

Der Weinbau ist im Rückgang begriffen. Man rechnet 2800–2900 Stöcke auf den Morgen.

Die Obstzucht steht noch auf ihrem früheren Stand.

Die Gemeinde besitzt 120 Morgen Laubwald, aus welchem jährlich 3000 Wellen und 40 Raummeter Schälholz geschlagen werden, dessen Erlös der Gemeindekasse zufällt.

Neben einer sehr beschränkten Weide wird die Brach- und Stoppelweide benützt. Das Weiderecht hat die Gemeinde, welche von Pacht und Pferchnutzung 1650 Mark bezieht.

Von den Allmanden hat jeder Bürger 1/16 Morgen.

| Sommer und Winter laufen 300 Stück Rauhbastarde auf der Markung, die der Pachtschäfer hält.

Auf der Markung Ober-Ginsbach ist Remenweiler abgegangen, s. unten. An Flurnamen sind bemerkenswerth Kalbenholz, Hupberg, Rammel, Schanz, Bodenwiesen, Schmachtengraben, Deub, Wolfert, Petersäcker, Gaisrenner, Breitbeil und der Aschhäuser Weinberg.

Beim Hausbau des Schreiner Beyer fand sich Brandschutt, altes Geräthe und eine Lanzenspitze aus dem Mittelalter.


Bei der Ortsgeschichte ist vielfach schwer Ober- und Unter-Ginsbach auseinander zu halten, da die Urkunden beide häufig nicht unterscheiden.

Ober-Ginsbach, alt Ginisbach, 1096 auch Gynesbach, (von einem Personnamen Gino) war ursprünglich ein Theil der Herrschaft Krautheim und theilte im Wesentlichen die Schicksale derselben.

Die ersten Besitzer sind Bischof Emhard v. Würzburg, ein Graf von Rothenburg und Mechtild von Stein, die wohl auch in naher Beziehung zum Rothenburger Grafenhause stand. Von beiden erwarb das Kloster Komburg 1090 und 1096 Besitzungen in Ginsbach. Durch die Herren von Krautheim wurde Gnadenthal mit Einkünften in Ober-Ginsbach begabt (1252). Als ursprünglich krautheimische Lehensleute hatten die Herren v. Aschhausen-Bieringen Lehensgüter dort. 1311, 1315, 22, 84, 1411, 18, 1546. Durch Verwandtschaft mit den Herren von Aschhausen haben die Herren von Dörzbach (1328) Klepsheim (1411) und Stetten (1648) Rechte erlangt. Nach und nach erwarb Schönthal auch Einkünfte, nach dem Jurisdiktionsbuch bezog es Korn- und Hellergült in Ober-Ginsbach 1311, 1364. Über den Besitz des Klosters Tückelhausen s. oben.

Mit dem Amt Krautheim kam Ober-Ginsbach 1803 an den Fürsten Salm und 1806 unter württemb. Staatshoheit. 1807 verzichtete Fürst Salm auf die niedere Gerichtsbarkeit in Ober-Ginsbach und trat 1826/28 seine grundherrlichen Rechte ab. Seit die Herren v. Muggenthal und Eyb in Meßbach katholische Unterthanen aufnahmen, gehörten diese zur Kirche in Ober-Ginsbach.


Pfarrer: Konrad plebanus in Gynesbach 1310, Wib. 1, 149. 1328 Öhr. Arch. Hermann 1457 Würzb. Arch. Ulrich Plachferber 1471, Wib. 4, 96. Georg Frank von Clepsau 1527–59. Konrad| Reuter von Sindeldorf, zuvor in Krautheim, 1559(?)–99, war verheirathet, wurde abgesetzt und starb in der Pfalz (kathol.), soll 4mal des Jahrs gepredigt haben und zwar jedesmal über die Knaben im Feuerofen. Er wurde 1580 zum ersten Dekan des neuerrichteten Kapitels gewählt, zeigte sich aber wenig willfährig gegen den Bischof von Würzburg (B. Arch. in Würzburg). Adrian Hildernich aus Westfalen 1599 bis 1609, Dekan. Johann Jung von Fladungen, Dekan des Kapitels Krautheim 1609–18. Christoph Alt von Fladungen Dekan, kam nach Mulfingen 1618–1650. Leonhard Hausherr 1650–53 kam nach Dettelbach. Johann Balthasar von Meckershausen im Grabfeld, 1635 bis 1643 Kaplan an der Hospitalkirche B. Maria de Anima und bei den Schweizern des Papstes in Rom, 1653–1666. Joh. Melch. Krauß von Neustadt a. d. Saale, Jur. utr. doctor, Dekan, 1666–1682. Joh. Ad. Krentzer, Canonik. in Sulzfeld a. Main 1682–83. Johann Neugebauer von Hollerstadt 1683–1714 († 24. Dez). Joh. Heinrich Egels, Dekan, 1714–19. Clem. Fritz von Würzburg 1719–1742 († 21. Nov.) Balth. Grün von Rettersheim, Dekan 1742–48. Joh. Kempf von Grünsfeld, 1748–61, Dekan. Phil. Christoph Forster 1761–64 († 3. Dez.) Andr. Klebrich von Haßfurt 1765–80. Joh. Horsch von Zellingen 1780–1807, Dekan. Peter Krapf 1807–1820. Joh. Amand. Steinmayer von Fulda 1820–1827. Joseph Stötter 1829–39. Ludw. Schmitt 1857–77. Jos. Faiß 1878.


ca. 1090 schenkt Mechtild von Stein dem Kloster Komburg Einkünfte in Ginsbach. W. F. 1855, 62.

1096 erwirbt Burkhard von Rothenburg Ginnisbach mit seinen Zubehörden und einen Theil von Krautheim in Tausch gegen andere Güter in Asbach und Apfelbach (OA. Mergentheim) von seinem Bruder Emhard, B. von Würzburg, für das Kl. Komburg. W. U. I, 398.

1239. Febr. 13. Würzburg. Konrad von Krautheim verkauft an Gottfried von Hohenlohe den Kirchsatz, die Vogtei und allen seinen Besitz in Ginnespach. W. U. 3, 430. Weik. Rep.

1252 Juli 22. vermacht Konrad von Krautheim dem Kloster Gnadenthal Güter zu Gynnesbach. Hansel. I, 409.

1266 Juni 14. vermacht Konrad seiner Gattin Güter in superiori Ginnesbach, welche nach ihrem Tod an Gnadenthal fallen sollen. Wib. 2, 76.

1303. Boppo von Eberstein verzichtet auf die Erbansprüche, welche er wegen Kunigunde von Eberstein zu haben meinte, gegen das Kl. Gnadenthal und erhält 100 Pfd. baar und 10 Pfd. jährliche Einkünfte zu Ginsbach, Marlach, Krautheim, Klepsau und Neunstetten. W. F. 9, 45.

1311 Juni 25. verkauft Jutta, Gattin Heinrichs von Bieringen, die Güter des Müllers in Ober-Ginsbach an Schönthal. Staatsarch.

1315. März 30. Amorbach geben Göz, Wilhelm und Heinrich von Aschhausen, Erzb. Peter von Mainz, mit ihrer Burg Aschhausen auch 10 Pfd. Einkünfte in Gunnesbach zu Lehen. Gud. Cod. dipl. 3, 121 ff.

1319 Dienstag vor St. Kilian verkauft Abt Konrad und Konvent zu Komburg Güter, Gülten und Nutzungen zu Erlenbach, Krautheim,| beiden Ginsbach, Eberstal an Wilhelm von Aschhausen um 142 Pfd. (Staatsarch.).

1322 gibt Konrad Pfal von Aschhausen dem Erzb. Matthias v. Mainz 6 Morgen Weinberge zwischen den beiden Gynsbach und zu Ober-Gynsbach zum Ersatz für die Mühle in Westernhausen zu Lehen. W. F. 5, 19.

1328 s. Dörzbach.

1364 St. Urb. 25. Mai verkauft Eberhart Lesch, Krafts von Krautheim Sohn, gesessen zu Öhringen, einen Hof zu Ober-Ginsbach und Ebersthal an Schönthal. Staatsarch. Schönhuth S. 91.

1384. Mittwoch vor St. Oswald verweist Götz von Aschhausen seine Gattin Anna von Wittichstadt mit 500 fl. auf Güter zu Melchingen und Ober-Ginsbach (Bauer).

1411. Wilhelm von Klepsheim, sein Sohn Hans und seine Gattin Kath. von Veinau verkaufen an Göz von Aschhausen ihr Gut zu Ober-Ginsbach um 321/2 Pfd. Jagsth. Arch.

1418 Kath. Petri. Götz von Aschhausen gestattet Kunz von Aschhausen, die an Eberhard von Bachenstein versetzten Güter um 105 fl. wieder zu lösen. Kunz darf sie lebenslang genießen (Bauer).

1420. Meisterin und Frauen zu Neunkirchen in der Klause verkaufen ihre Güter und Gülten auf dem Hof zu Ober-Ginsbach, der Rennweiler genannt, an die Frühmesse zu Hohebach. W. F. 10, 172.

1428. Justina von Seckendorf, Witwe Eberh. von Bachenstein, verkauft an Herolt von Stetten 2 Äcker zu Ober-Ginsbach, die gelten 2 Herbsthühner (Stett. Urk.).

1465 vertragen Götz von Aschhausen und Leonhard von Bachenstein den Abt Johann von Schönthal und Peter Scheffer von Dörzbach wegen eines Weinbergs zu Ober-Ginsbach, welchen Kon. Trunckenhein (?) dem Kloster Schönthal vermacht hat. Mon. Quellen 4, 159.

1483 verkauft Komburg Geldgülten zu Gynnesbach an Gr. Albrecht und Kraft von Hohenlohe. Würzb. Lehen. Wib. 1, 109.

1516 soll die alte Kirche geweiht worden sein (Pf. Chron.).

1546 4. Mai klagen die lehenbaren Männer der Herrn v. Aschhausen, zu beiden Ginsbach, daß die Amtleute wider Recht und Herkommen von ihnen Beet, Anlage, Schatzung, Frohn und Dienst verlangen (Bauer).

1579 s. Unter-Ginsbach.

1639. Leonhard (oder Bernhard) von Braunegg und Margareta, seine Gattin, stiften einen Jahrtag. Pfarrakten.

1647 Samstag vor Palmsonntag Einfall der schwedisch-französischen Armee. Pfarrakten.

1648 Nov. 9. Joh. Kaspar von Stetten und Brigitta von Liebenstein verkaufen ihrem Schwager Ad. Phil. von Muggenthal ihr Neuntel an allen Gefällen und Gülten zu Ober- und Unter-Ginsbach um 45 Eimer 1647er Gewächs (Laib. Repert.). Derselbe Herr von Muggenthal kauft das Kelterrecht zu Ober- und Unter-Ginsbach von Joh. Phil. Hofwart von Kirchheim, Reinhard von Venningen und Joh. Kasp. von Stetten. Am Kelterrecht hat Muggenthal 7/9, von Waldhof 1/9, Hans d. Kalt. 1/9.

1656 Sept. 4. wird der alte im 30jährigen Krieg entweihte und| verunreinigte, sowie der neue Kirchhof von Weihbischof Joh. Melch. Sölner B. von Domitianopolis konsecrirt.

1660 ausgezeichneter Wein (Pfarrchr.).

1690 Nov. liegen Sachsen in Ginsbach (Pfarrakten).

Auf der Flur Rinnweiler lag der kleine Ort Remenweiler (von Rymo, einem bei den Herrn von Rosseriet vorkommenden Kosenamen), wo Konrad von Krautheim 1252 und 1266 Schenkungen an Kloster Gnadenthal machte, Wib. 2, 57, 76.

1306 gab das Kloster eine Hube dort zu der neugestifteten Priesterpfründe in Gnadenthal, W. F. 9, 46. Auch die Frauenklause zu Neunkirchen hatte dort einen Hof, s. oben.

« Kapitel B 37 Beschreibung des Oberamts Künzelsau Kapitel B 39 »
Für eine seitenweise Ansicht und den Vergleich mit den zugrundegelegten Scans, klicke bitte auf die entsprechende Seitenzahl (in eckigen Klammern).