Bestrafter Kirchenraub

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Textdaten
<<< >>>
Autor: Friedrich Bernhard Störzner
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Bestrafter Kirchenraub
Untertitel:
aus: Was die Heimat erzählt. Sagen, geschichtliche Bilder und denkwürdige Begebenheiten aus Sachsen, S. 481
Herausgeber:
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1904
Verlag: Arwed Strauch
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Leipzig
Übersetzer: {{{ÜBERSETZER}}}
Originaltitel: {{{ORIGINALTITEL}}}
Originalsubtitel: {{{ORIGINALSUBTITEL}}}
Originalherkunft: {{{ORIGINALHERKUNFT}}}
Quelle: Digitalisat der SLUB Dresden bei Wikimedia Commons
Kurzbeschreibung:
Wikipedia-logo-v2.svg Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite
[481]
202. Bestrafter Kirchenraub.
Was die Heimat erzählt (Störzner) 481a.jpg

Bischofswerda um 1840.

Im Jahre 1641 plünderten die Schweden die Stadt Bischofswerda Wochen hindurch. Am tollsten trieben es die Truppen der Führer Wanke und Hänßgen. Die Reiter von Hänßgens Kompagnie hatten es ganz besonders auf die Kirche abgesehen. Sie erbrachen dieselbe und nahmen mit, was andere zurückgelassen hatten. Sie fanden nicht mehr viel. Ein Reiter raubte aus der Sakristei „die grünen taffeten Tüchlein, welche bei der Kommunion gebrauchet wurden.“ Aus denselben fertigte er sich eine Leibbinde. Seine Kameraden warnten ihn vor diesem Frevel. Aber er lachte darüber. Doch es geschah etwas recht Merkwürdiges. Von dem Tage an, da jener Soldat die Kommuniontücher als Leibbinde trug, fühlte der freche Räuber sich nicht mehr wohl. Der Leib fing an zu verdorren. Innerhalb eines Monates mußte jener Soldat „erbärmlich und elend“ sterben.