Confirmatio der freien Bergk Statt S. Andreasbergs Priuilegien de Anno 1617

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Autor: Christian (Braunschweig-Lüneburg)
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Titel: Confirmatio der freien Bergk Statt S. Andreasbergs Priuilegien de Anno 1617
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Entstehungsdatum: 24. September 1617
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Erscheinungsort: Herzogtum Braunschweig-Lüneburg
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[1]
Confirmatio der freien Bergk Statt
S. Andreasbergs Privilegien de
Anno 1617

[2] Von Gottes gnaden Wir Christian[1] erwöhlter Bischoff des Stiftes Minden, Hertzog Zu Braunschweig und Lünebürgk Thun kundt, und bekennen hiemit für Uns, und unsere Nachkommen der Regierung Jegen Menniglichen, Das, Alls nunmehr, vermittelt gnediger Göttlien verleihung, und der Rom:[isch] Kaÿ:[serlichen] Maÿtt: Unsers aller gnedigsten Hern, außgesprochenen rechtmaßigen kaÿßerlichen [.rtel], [.nt], und Unseren freundlichen lieben Vettern, Herzog Julÿ Ernsten[2], und Herzog Augustt des Jungeren[3], Zu Braunschweig und Lüneburgke [...]. [D...b.rgischer] [...], das [Rustenthumb] [...], mit allen dißen pertnientien, Zu behörungen, hoch: gerechtig: gerichtbarigkeiten, und Regalien, auch Geist: und Weltlichen Lehenschaften, und [...] mehr [auchengig], obgetretten, und eingereumet, Wir alß dar eltester, und Regierender Fürst, für Uns, und mit behn[...] hochgedachten [...] freundlichen lieben Vettern, [Uestern] Unterthanen unser freien Bergkstatt S. Andreasberg[4], auff Ihr unterthenig bei Uns beschehenet [..halten], Ihre Privilegien so sie von Weiland den Wolgebornen Graffen Zu Honstein , Hern Heinrichen[5], und Hern Ernsten[6] wolseliger gedechtnis Anno Eintausent fünf hundert, ein und zwanzig[7] erlanget, und bishero in gerühliglichem gebrauch, und besiz gehabt, gnädiglich confirmieret, welche von Worten zu wortenlauten wie folget,

Wir Heinrich[5], und Ernst[6] Gebrüdere, Graffen von Honstein, Hern Zu Lora, und Klettenburg, bekennen vor Uns, und die Wolgebornen, Unser freundlichen lieben Brüder, Erben, und Erbnehmen, Und thun offentlich gegen mennigliches wißen, Nachdem sich urch gnaden Gottes, Bergkwerck auss Silber, und ander Metell in unser Herschaft [Gestein], und Lulterberg[8] ereuget, welche Bergkwercke Wie mit aller befreiunge, wir Bergwerckes Recht, und gewonheit ist, und [ein] [Jdes] freies Bergwerck haben soll, begnadet und beggabet, Wollen [sich] dieß hernach beschriebene sonderliche freiheiten hiemit Zugesaget, und gegeben haben, allen und Jeden Gewercken, so sich an allen örten, wo es einem Jeden gefallig, einlegen, Bergkwerk suchen, und [baren], und sich des gebrauchen werden, dat sie sich auff unseren Wälden, Zu aller Ihrer noturft, [Schohtholz], Barholz, Zu baren, Schechte, Hütten, Mühlen, Puchwerge,, Röstholz, nun, und Zu ewigen gezeiten, auch Borneholz, Treibeholz, wohnhenster, dieweil diese Bergwercke bestendige und ganghaftig, auch Kohlholz, Zehen Jahrlang nach dato, frei, ohn allen Forstzinß, zu holende und gebrauchen mögen, In allen unsern Gehölzen, wo Jhne das bequemblich, als sie das Zugenanter, und ander noturft bedurfen werden, doch nichts deuen zu verkaufen, sie sollen auch macht haben, Schenckstette zu wehlen, und legen, Schenckheuser, Braurhauser, und Wohnheuser, Scheinen, und Stallen, nach Ihrer noturft zu bawen, und anzurichten, allerlei Bier, und Wein wo sie dat zu bekommen wißen, nach Ihrem gefallen zu keuffen, zu sich zu bringen, und ohne alles [.ngelt] frei, schencken, und [.ontreiben] mugen, Deßgleichen auch alle andere gewerbe, und hantierungen, nichts ausgeschossen, was einem Jeden zu erhaltunge seiner nahrung und für gemeinen nuz dienende, zu gebrauchen weiß, Sol einem Jedern ohne alle beschwerungen, frei vergunst, und zugelaßen sein, Auch allet das dem Bergkwercke zu noturft, und guete zugeführet, zugetrieben, oder getragen würde, Solches so weit sich [..stre] Herschaft erstrecket, sol alles wegegelts, Zols, und gleits, zu ewigen gezeiten, gefreiet sein, Es sollen auch alle die sich wesentlich dahin wenden, und niederlaßen, oder [snsten] die Bergwercke bawen werden, und Schulde, die daselbst nicht gemacht, mit keiner Gerichts hulffe, zur bezahlung nicht gezwungen, [genugstet], auch nicht auffgehalten, oder gehemmet werden, [...] einem Jeden auff solche Unsere Bergkwercke, alle noturft zutragen, zutreiben, zuführen, und bringen, und darzu [.ertreiben] frei [.ergimst], und zugelaßen sein, auch fur Jedermanniglich[9] frei, [seher], und unuerhindert bleiben, auch sollen dieselbigen so dem Berckwercke zugute, noturft zu führen, treiben, und tragen werden, fur aller gewalt geschuzet werden, und ob Gott der Almechtige: wir zu verhoften: durch seine milte Götliche gnade, das Berckwerck fündig machen, das man Erz träffe, und erbaren würde, So wollen Wir guetwillig nachlaßen, und bewilligen, das sie Uns von genmachten Silber drei Jahrlang nicht mehr, den die fünnzehnde Marck silbers, in unsre Zehent Kammern, die wir darzu verordnen wollen, zum Zehenden reichen, und geben sollen, [Voentgegen] wollen Wir Thun den fünftzehenden Pfennig, Hüttensteur wieder [erstalten], und innelaßen, desgleichen von allen anderen Metallen so sie von Kupffer, Zinn, Blei, und anderm machenwerden, Sollen Sie allezeit den fünftzehenden Pfennig davon zu geben, und reichen, und den funffzehenden[..] Hüttensteur gewertig sein, und alles Silber, Kupffer, Zinn, Bei, oder ander Metallen so sie machen, Sollen und mugen sie macht haben, und gewalt, so Sie Uns, wie oben berurt, vestere gebürenden teil die fünffzehende zeu Zehenden entrichten, und geben, zu verführen, und zu vertreiben, wo sie wollen, nach[...] Jecden guetdeucken, und gefallen, von Uns, und menniglichen [unuerhünbrt], feuf Jahr lang, und nach ausgang der feuf Jahrs, soll alle golt, und Silber in unsern Zehenden geantwortet werden, und die Marck von Uns, wie in Furstenthumb Hohnstein beschiehet, [eit] [G.üsteinischer] und laufwehriger Munze, auch Vortheusisch gewuhts gegeben werden, Es sol auch nach uberantwortung des golts, oder Silbers, die bezahlung angezeigter Munz, den Bewercken, oder Thren Factorn, binnen vierzehentagen, nach uberantwortunge bezahlet werden, Und who den Bewercken in be[..]ten vierzehentagen vorlegunge [...se...], Allen Ihnen auch zur noturft aus unsren Zehenden gereichet werden, Wo auch aus unseren Bewrckwercke Kupffer gemacht, welches unter dreisig Loten Silbers halten würde, Sollen die Bewercken die Kupffer auserhalb unser Herschaft haben macht zu verkaufen, So auch Gott gnade würd geben, dat sich Berckleute in Unser Herschaft würden niederlaßen, und bawen, es sei zu Lauterberg[10], oder an einem gelegenen orte, des Berckwerckes, So wollen Wir Thuen zu aufnehmung, mehrunge, und unterhaltunge gemeines muzes, und friedes, alle Erbe, und Burgerlihe Gerichts, aus gnaden Zegestellet haben, und das Sie unter sich Burgermeister[.], und Rhatt, zu erwahlen, macht haben, doch das sie von Uns confirmirt, und bestetiget werden, Wir stellen auch Rhatt, und Gerichte zu aus gnaden, alle Erbgerechtigkeit, an Brawerheusern, [.leischb..], [Salzkasten], Backstuben, Mühlen, und Bredtmühlen, das sie die zu bawen, und gemeinem nuz zu guete, allezeit brauchen mogen, Wir [..] verordenen auch fiemit, und laßen zu, allen Sonnabendt einen freien Wochenmarck[t], auch sonsten alletagen, ausgechloßen den heiligen Sontagh, und sonsten alle hohe Festtagen, und Feirtage daselbst zzu Lauterberg oder wo eine freie Bergkstatt in unser Herschaft erbawet würde, zu halten, und alle die Jenigen so dahin Küchen[...], Brott, Butter, Keß, Fleisch, Rinder, Schweine, Schepfste[11], und alle andere noturft, dem Bergwercke zufügen, treiben, tragen, und bringen, nichtaus geschoßen, Soll auch alles gleits, Zols, stettgeldts zu geben befreiet sein, So auch die Einwöhner daselbst zu Lauterberg, oder in einer freien andren Berckstatt in unser Herschaft, die sich dahin niederlaßen, Äckern, Wiesen, Garten, Reumen, hawen, und machen würden, Soll Ihnen ieztgemelte befreiheit, ewig zugestellet sein, ichtes davon zu geben, auch alle Vorbothe, Frohn, und Hoffdienste zuthun befreiet sein, Was sie aber von andern Unsern Unterthanen, von Erbschafft, und deregleichen kauffen, und an sich bringen wurden, Sollen sie die Zinße, und Pflichte so darauff gestanden, wie Ihre Verkeuffere gethan, zu geben, und zu thun auch schuldig sein, Wir wollen auch aus gnedigem willen zu, und nachgelaßen, Haselhüner, und Vögel, nach Ihrem gefallen zu fangen macht haben, und Hasen, so weit sich der Lauterbergescher Flur erstrecket, wie sie mögen, nachgelaßen haben, Aber grob feder Wiltprätt, Rehe, und Haubt Wildt zu fahen, sol sich ein Jeder enthalten, Wir laßen auch nach die Speerlutter[12] uber dem Seige nach dem Vogelgesang[13], und die Breiten Bäche[14], dem Berckwercke frei zu fischen, und alle andere unsere Wäßere zu vermeiden, und was gefangen und gefischet, aus unser Herschaft nicht zu tragen, zu verkeuffen, oder zu wenden, desgleichen Hasen, und Vogel zu verkauffen, auch verbotten wollen haben, Wir wollen Uns auch vor Uns, unsere Erben, nun und zu ewigen zeiten, aller Hütten, und Hüttenstedte, auch aller Schlacken, und halden, so izt seins, oder kunfttig gemachet werden, in kraft dieses brieffes, als weit unsere Herschaft vorziehen, ganz und gar abgesaget haben, Und den fröbden Man, zugleich den Einwöhnern, neben andern unsere Unterthanen zu gleich, und Rechte, fur menniglichen schüzen, und handthaben. Wir geben auch hiemit allen und Jeden die sich auf unseren Berckwercke heußlich, oder sonsten niederlaßen werden, einen freien Zu und ab zugk, mit allen, und Jeden Ihren güetern, nun, und zu ewigen zeiten, Und derweil eine gemeine Bergkordnung muß begriffen, und auffgerichtet werden, Sollen und wollen Wir die mit raht, wißen, und willen, Rechts, und Gerichts, zu bequemer zeit, nach gelegenheit dieses Berckwerckesanstellen, Und was hierin nicht ist ausgedrucket, wollen Wir Zur noturft, und auffwachßung, oder zunehmunge mehrunge des Berckwercks in kunftiger zeit, mit gebürlicher und zimbliher Berckordnung, wie iezt bemelt, zustellen, und zu mehren uns[15] fürbehalten haben, Zu mehren glauben, steter, und fester haltung haben Wir angezeigten Graffen, und Hern Unser angeborn Siegel, das Wir in gansambt gebrauchen, vor Uns, unsern Erben, und Erburhmen, hierunten an thun hengen, der gegeben ist nach Christi geburt Hern geburt, in eintausent, funffhundert, und ein und zwanzigsten Jahr, Sontagesnach Viti[16],

Confirmieren, und bestetigenauch himit und in Kraft dieses unsersbrieffes gedachter unser Freien Bergkstatt Priuilegia, so viel sie deren bis dato in gerühiglichem besiz, und gebrauch gehabt, und hergebracht, und weiter nicht, wiesölches am Krefftigsten, und bestendigsten geschehen solte, konte, oder mögte, Zu Urkundt haben Wir obgemelter Furst an diesen brieff unser Furstlich Langlei Secret wißentlich hengen laßen, denselben auch mit eigenen handen untergeschrieben, Geschehen und geben auff unseren Hauß Herzberg[17], nach Christi geburt Hern und Saligmachers geburt, im Eintausent sechshundert, und siebenzehendem Jahre, den vier und zwanßigsten Monatstage Septembris[18]



Anmerkungen Wikisource
  1. Christian (Braunschweig-Lüneburg)
  2. Julius Ernst (Braunschweig-Dannenberg)
  3. August II. (Braunschweig-Wolfenbüttel)
  4. Sankt Andreasberg
  5. a b Heinrich XII. von Hohnstein, Herr in Klettenberg, Verweser des Eichsfeldes
  6. a b Ernst V. von Hohnstein, Herr in Klettenberg und Lohra
  7. Bergfreiheiten von 1521
  8. Lauterberg?
  9. Vorlage: Jdermanniglich
  10. Bad Lauterberg im Harz
  11. Schafe
  12. Sperrlutter
  13. Auf dem Vogelsang
  14. Breitenbeek
  15. Einfügung
  16. 3. Juli 1521jul.
  17. Schloss Herzberg
  18. 20. September 1617greg.
  19. Unterschrift verdeckt