Dank an die Glückwünschenden zum 16. Mai 1863

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Textdaten
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Autor: Friedrich Rückert
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Titel: Dank an die Glückwünschenden zum 16. Mai 1863.
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 25, S. 385
Herausgeber: Ernst Keil
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1863
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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Dank an die Glückwünschenden zum 16. Mai 1863.[1]



So viel Flocken der Mai duftigen Blüthenschnees
Mit verschwendrischer Hand jetzt dem Gefilde streut,
     So viel regneten Wünsche
Meinem Feste von fern und nah.

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So viel Blumen im Thau schmeichelnde Morgenluft

Weckt und küssend in Schlaf wieget der Abendwind,
     So viel Freuden zu pflücken,
Meine Wünschenden, wünsch’ ich Euch.

Auch des blühendsten Mai’s blühendste Blüthe welkt,

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Und eh’ sie sich besinnt, sieht sich die Jugend alt;

     Doch nie welket und altert
Mir im Herzen das Dankgefühl.

Dank, daß mir zum Gesang öffnet’ ein Gott den Mund,
Dank, daß meinem Gesang dankend ein Hörerkreis

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     Auch antwortet, und Dank, daß

Ich ihm heute noch danken kann.

Fr. Rückert.
  1. Des Dichters fünfundsiebenzigster Geburtstag, an welchem ihm so viele Festgrüße aus ganz Deutschland und selbst aus Rußland, von den Deutschen in St. Petersburg, zugingen, daß es den gefeierten Greis drängt zu den besondern Erwiderungen noch diesen allgemeinen Dank dafür auszusprechen.