Das Affentheater im Eisenbahnwesen

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Titel: Das Affentheater im Eisenbahnwesen
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 10, S. 164
Herausgeber: Adolf Kröner
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Erscheinungsdatum: 1893
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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[149]

Nr. 10.   1893.
Die Gartenlaube.

Illustriertes Familienblatt. – Begründet von Ernst Keil 1853.

In Wochen-Nummern vierteljährlich 1 Mark 60 Pf. In Halbheften: jährlich 28 Halbhefte à 25 Pf. In Heften: jährlich 14 Hefte à 50 Pf.



Die Gartenlaube (1893) b 149.jpg

Italienerknaben auf der Berliner Stadtbahn.
Originalzeichnung von W. Zehme.


[164] Das Affentheater im Eisenbahnwagen. (Zu dem Bilde S. 149.) Man muß sich zu helfen wissen! - In der großen Reichshauptstadt Berlin ist es für arme Italienerknaben, die irgend eine Schicksalsfügung dahin verschlagen hat, nicht immer leicht, sich durchzubringen. Aber hinter den schwarzumlockten Stirnen wohnt ein gutes Stück natürlicher Schlauheit, und so finden die jungen Südländer immer einen Ausweg, um die wenigen Groschen ehrlich zu verdienen, deren sie bedürfen So hat unser Künstler ein Paar beobachtet, das sich auf eine wirklich eigenartige Weise durchs Leben schlug. Zwei dieser Burschen waren in Geschäftsverbindung getreten und hatten aus der Berliner Stadtbahn ein Affentheater im kleinsten Formate aufgethan Den ganzen Tag waren sie auf der Fahrt. Setzte sich der Zug in Bewegung, so zog einer von ihnen eine Klarinette hervor, spielte ein Stückchen auf, der andere brachte ein niedliches Aeffchen zum Vorschein, das zu den einfachen Klängen allerlei Kunststücke zum Besten gab. Und das muntere Trio fand ein dankbares Publikum. Manches Kupfer und Nickelstück fiel in das untergehaltene Tambourin und erzeugte da ein leises Klirren der Messingplättchen, die angenehmste Musik für die Ohren der unternehmenden Italienerknaben.