Das Mägdlein und der Haselstrauch

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Titel: Das Mägdlein und der Haselstrauch
Untertitel:
aus: Deutscher Liederhort,
S. 108
Herausgeber: Ludwig Erk
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1856
Verlag: Th. Chr. Fr. Enslin
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Erscheinungsort: Berlin
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Quelle: Google und Wikimedia Commons
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[108]
33b. Das Mägdlein und der Haselstrauch.


Mäßig. Mündlich, aus der Gegend von Oderberg a. d. Oder.
Noten


1.
Es trieb ein Mädel die Gänse aus

des Morgens in der Frühe. :|:

2.
Und als sie an dem Wege kam,

da stand ein Strauch so grüne.

3.
„Guten Morgn, guten Morgn, feins Haselstrauch!

wovon bist du so grüne?“

4.
‚‚‚Schön Dank, schön Dank, feins Mädelein!

wovon bist du so schöne?‘‘‘

5.
„Wovon daß ich so schöne bin,

das kann ich dir wol sagen:

6.
„Ich eß weiß Brot und trinke Wein,

davon bin ich so schöne.“

7.
‚‚‚Wovon daß ich so grüne bin,

das kann ich dir wol sagen:

8.
‚‚‚Auf mich so fällt der kühle Thau,

davon bin ich so grüne.

9.
‚‚‚Und wenn du noch so schöne bist,

deine Ehr hast du verschlafen;

10.
‚‚‚Du hast dein Ehren-Goldringelein

bei deinem Schatz gelassen.‘‘‘

11.
„Ach wart, ach wart, grüner Haselstrauch,

dies Wort soll dich gereuen:

12.
„Zu Haus hab ich zwei Brüder stolz,

die sollen dich abhauen!“

13.
‚‚‚Und haun sie mich im Winter ab,

im Sommer grün ich wieder;

14.
‚‚‚Ein Mädlein die ihr Ehr verliert,

die kriegt sie nimmer wieder.‘‘‘