Das Oesterreicher-Denkmal auf dem Schänzel bei Edenkoben

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Titel: Das Oesterreicher-Denkmal auf dem Schänzel bei Edenkoben
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 52, S. 876
Herausgeber: Adolf Kröner
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1897
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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[876] Das Oesterreicher-Denkmal auf dem Schänzel bei Edenkoben. (Mit Abbildung.) Etwa 8 Kilometer von der Stadt Edenkoben im Bezirksamt Landau des bayrischen Regierungsbezirkes Pfalz liegt eine Berghöhe (664 Meter) das sogenannte Schänzel. In der Schanze Nr. I befindet sich ein Denkstein zur Erinnerung an den dort am 13. Juli 1794 im Kampfe gegen die Franzosen gefallenen preußischen General von Pfau. Auf derselben Kuppe fand am 13. Dezember 1795 ein blutiges Gefecht zwischen österreichischen Truppenteilen von der Clerfaytschen Armee und Franzosen unter den Generälen Renaud und Simon statt, das mit der vollständigen Niederlage der letzteren endete. Um das Gedächtnis an jene letzte Schlacht und Wacht der Oesterreicher am Rhein festzuhalten, wurde auch ihnen bei der hundertjährigen Wiederkehr jenes Tages in Schanze Nr. I ein würdiges Denkmal errichtet. Es besteht aus zwei übereinander getürmten mächtigen Felsblöcken von denen der obere mit dem heraldischen österreichischen Kaiseradler geschmückt ist, während den unteren ein umkränztes Kriegsschwert ziert. Darunter steht „Zur Erinnerung an die siegreichen Kämpfe der österreichischen Armee in diesen Bergen am 13. Dezember 1795.“ Erstürmung des Schänzels, Rückzug der Franzosen und Räumung des deutschen Gebietes, Waffenstillstand. Seitwärts ist in schwungvollen Zügen zu lesen „Ehre den Tapfern allezeit!“ Nach Anregung und Idee des Oberlandesgerichtsrats Kuby in Edenkoben fertigte Drumm-München den Entwurf

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Das Oesterreicher-Denkmal auf dem Schänzel bei Edenkoben.

des Denkmals, den Kleindienst in Edenkoben ausführte. Zu den von dem Edenkobener und dem Pfälzischen Verschönerungsverein durch private Sammlungen in den Gemeinden Edesheim und Edenkoben aufgebrachten Mitteln hat auch Kaiser Franz Josef in freigebiger Weise beigesteuert. Das vortrefflich zu der umgebenden Natur passende Monument gemahnt an eine ernste und schwere Zeit und an Zustände, die nicht wiederkehren können, solange das in treuer Bundesgenossenschaft mit Oesterreich-Ungarn vereinte neue Deutsche Reich den sicheren Schutz unserer nationalen Wohlfahrt bildet.