Das mildthätige Männlein

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Textdaten
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Autor: Unbekannt
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Titel: Das mildthätige Männlein
Untertitel:
aus: Badisches Sagen-Buch II, S. 410
Herausgeber: August Schnezler
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1846
Verlag: Creuzbauer und Kasper
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Erscheinungsort: Karlsruhe
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Quelle: Commons und Google
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[410]
Das mildthätige Männlein.

Ein armes Mädchen aus Heidelsheim, welches im dortigen Wald einem Männlein begegnete, fragte dasselbe, wo sie Späne finden könnte. „Späne habe ich keine gesehen, wohl aber Kohlen!“ erwiederte das Männlein, führte darauf das Mädchen zu einem Haufen Holzkohlen und sprach: „Mache deinen ganzen Korb voll; sie werden gewiß gut brennen.“ Nachdem das Mädchen solches gethan, schied sie von dem Männlein, um nach Hause zu gehn. Unterwegs ward ihr der Korb so schwer, daß sie ihn fast nicht mehr fortbrachte, weßhalb sie einen gerade vorbeifahrenden Mann aus Heidelsheim bat, ihre Last auf seinen Wagen zu nehmen. Da er ihr dies abschlug, warf sie den Korb unmuthsvoll auf die Erde. Kaum lagen die Kohlen da, so gewahrte sie, daß sie zu lauter Gold- und Silbermünzen geworden waren; mit Hülfe des Schulzen, der dazu kam, las sie nun all’ das Geld sorgsam auf und trug es glücklich nach Hause.

(Siehe Mone’s „Anzeiger etc.“ Jahrg. 1838.)