Das versunkene Schloß bei Plathe

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Textdaten
<<< >>>
Autor: Jodocus Donatus Hubertus Temme
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Das versunkene Schloß bei Plathe
Untertitel:
aus: Die Volkssagen von Pommern und Rügen. S. 205–206
Herausgeber:
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1840
Verlag: Nicolaische Buchhandlung
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Berlin
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Google und Commons
Kurzbeschreibung:
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite
[205]
162. Das versunkene Schloß bei Plathe.

Wenn man von Plathe nach Danzig geht, so sieht man nicht weit von der ersteren Stadt, linker Hand am Wege, einen Hügel, der mit Strauchwerk bewachsen und mit großen Steinen bedeckt ist. Hier soll ein Schloß versunken seyn, auf dem früher grausame Ritter ihr Wesen getrieben haben. Man hat davon noch jetzt einen Beweis. In der Nähe des Schlosses hat nämlich noch ein anderes Schloß gelegen. Die Herren der beiden Schlösser haben mit einander in Krieg gelebt, und der in dem versunkenen Schloß hat die Tochter des anderen geraubt, und sie einmauern lassen. Dieses Fräulein sieht man nun noch jede Nacht auf jenem Hügel. Sie ist ganz weiß gekleidet, und hat ihre Haare lang herunterhängen; so geht sie weinend zwischen den Steinen umher.

Vor mehreren Jahren hat hier auch einmal ein Tagelöhner einen Pferdefuß mit einem goldenen Hufeisen gefunden. Der Mann ist aber von dem Augenblicke an wie [206] von einem bösen Geiste besessen gewesen, und bald darauf jämmerlich gestorben.

Mündlich.