Dem toten Freunde (Kämpchen)

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Autor: Heinrich Kämpchen
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Titel: Dem toten Freunde
Untertitel:
aus: Was die Ruhr mir sang, S. 62
Herausgeber:
Auflage: k. A.
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1909
Verlag: Hansmann & Co.
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Erscheinungsort: Bochum
Übersetzer:
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Originalherkunft:
Quelle: Scans auf Commons
Kurzbeschreibung:
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[62] Dem toten Freunde.
 (H. B ... r.)

Immer enger wird der Kreis
Derer, die mit mir gelitten,
Derer, die mit mir gestritten
Einst in Tagen schwül und heiß –

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Auch Dich hat es nun entrafft

Plötzlich in das Reich der Toten,
Auch du wurdest heim entboten
Für die letzte stille Haft. –

Bruder, Freund – du warst es mir –

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Haben wir uns doch verstanden,

Wo die andern sich nicht fanden,
Nah am Grabe dank’ ich’s dir. –

Und wenn man dein Tun verkannt,
Ich will für dich Zeugnis geben:

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Ehrlich, ehrlich war dein Streben,

Keinem Truggold zugewandt. –

Warst ein Kämpfer treu und echt,
Der für’s Knappenwohl gestritten,
Der gehungert und[1] gelitten

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Und in Fesseln ging für’s Recht. –


Undank ist zumeist der Lohn –
Auch dir wurde schnöd’ vergolten,
Auch du wurdest oft gescholten
Und gekränkt durch Spott und Hohn.

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Aber nie hast du geschmäht,

Nur den Unverstand bedauert
Und im Stillen oft getrauert,
Bis dein Atemzug verweht. –

Ruhe sanft im Totenhain,

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Ueberschattet von Zypressen,

Lust und Leid sind nun vergessen,
Aber Freund. ich denke dein. –

  1. WS: korrigiert, im Original: nud