Den Frauen

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Textdaten
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Autor: Johann Karl Wilhelm Geisheim
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Titel: Den Frauen
Untertitel:
aus: Gedichte, Zweites Bändchen.
S. 83–84
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Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1839
Verlag: Josef Max & Komp.
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Erscheinungsort: Breslau
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Den Frauen.


Wer kann ohne Liebe singen?
Ohne sie die Muse flieht;
Ohne Liebe kann’s nicht klingen,
Ohne Liebe giebt’s kein Lied.

5
Sängers Heldenlieder tönen

Von des Ritters Kampf und Muth
Nur, weil er dem Schutz der Schönen
Redlich weihte Kraft und Blut.

Bei dem Wein und von dem Weine

10
Rauscht des Sängers Lied wohl gern;

Doch er denkt dabei die Eine,
Denkt an seines Herzens Stern.
Bald in trübe Nacht versunken
Ist des Sängers Ton beim Wein,

15
Hält nicht wach der Liebe Funken

Über ihm den Sternenschein.

Aus des Erdenballes Räumen
Singt sich Sehnsucht gern hinaus;
Doch nur Lieb’ in schönen Träumen

20
Baut im Himmel sich ein Haus.
[84]
Heute, wie des Ritters Lanze,

Lohnt den Sänger schöner Dank;
Heute ruft im Rosenglanze
Uns die Liebe zum Gesang.

25
Bei des Bechers Lust und Schäumen

Ist des Herzens Stern uns nah;
Dürfen nicht blos davon träumen,
Unser Himmel ist schon da.
Nimmer soll uns Liebe ferne,

30
Treu der Frauen Gunst uns sein.

Bleibet unsers Lebens Sterne,
Unser Bild im Sang und Wein;

Das, als Lebensquell des Schönen,
Unsers Muthes Kraft beschwingt,

35
Dem in liebentflammten Tönen

Unsrer Lieder Lust erklingt.
Sorgt so in den Erdenräumen
Ferner, ihr geliebten Frau’n,
Daß wir Sänger nicht blos träumen,

40
Nein, den Himmel wirklich schau’n.