Der Albkönig

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Textdaten
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Autor: Wagner von Laufenburg
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Titel: Der Albkönig
Untertitel:
aus: Badisches Sagen-Buch I, S. 128–129
Herausgeber: August Schnezler
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1846
Verlag: Creuzbauer und Kasper
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Erscheinungsort: Karlsruhe
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Quelle: Commons und Google
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[128]
Der Albkönig

Die hellen Sterne funkeln
Durch den bewegten Wald,
Da tönt vom Teich, dem dunkeln,
Ein leises Singen bald.

5
Albkönig singt sein Lied in Ruh,

Und schelmisch kichert er dazu.

Er sitzt in einer Laube,
Von Lilien umblüht,
Daß nicht vom Strahlenstaube

10
Ihm sey das Haupt umsprüht.

So sitzt er dort in guter Ruh
Und singt sein Zauberlied dazu.

Du Mädchen auf dem Stege!
Lausch’ nicht dem Elfenlied,

15
Damit’s dich nicht vom Wege,

Verlock’ in’s falsche Ried.
Hör’ ja nicht dem Gesange zu!
Gönn’ erst im Dorf dir wieder Ruh.

Da tönt’s empor vom Teiche:

20
„Mein holdes Lieb, mein Kind!

Nicht deinem Glück entweiche,
Sey nicht wie Andre blind!

[129]

Komm’, theile meine süße Ruh
Und horche meinem Liede zu.“

25
Schon ist’s um sie geschehen,

Er zieht sie in den Teich;
Die Sinne ihr vergehen,
Im Arm sie ruht ihm weich:
Sie theilt mit ihm sein Reich in Ruh, –

30
Stumm horchend seinem Liede zu.
Aarau. Wagner von Laufenburg.
(Originalmittheilung.)