Der Böttcher

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Textdaten
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Autor: Johann Karl Wilhelm Geisheim
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Titel: Der Böttcher
Untertitel:
aus: Gedichte, Zweites Bändchen.
S. 17–18
Herausgeber:
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1839
Verlag: Josef Max & Komp.
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Erscheinungsort: Breslau
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Quelle: Commons, Google
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[17]
Der Böttcher.


Was tobt da für ein Lärm mich an,
     Poch, poch!
Daß man sein Wort nicht hören kann?
     Poch, poch!

5
Haha! der Böttcher ist es, schaut,

Der für den Most ein Häuslein baut.
     Poch, poch!

Was pocht er, tost er denn so drum?
     Poch, poch!

10
Und rennt wie toll um’s Faß herum?

     Poch, poch!
Haha! der Gast, für den es soll,
Der treibt es oft nicht minder toll.
     Poch, poch!

15
Er lebet gern in Saus und Braus,

     Poch, poch!
Drum braucht er ein gewaltig Haus;
     Poch, poch!
Denn, lärmt der Böttcher noch so sehr,

20
Der tobt und pocht und lärmt noch mehr.

     Poch, poch!

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Der Böttcher schlägt die Reifen fest,

     Poch, poch!
Daß drin der Geist sich zwingen läßt,

25
     Poch, poch!

Der gar zu gern will oben ’naus,
Und, wenn’s nicht fest ist, sprengt das Haus.
     Poch, poch!

Wer solchen Gast herbergen will,

30
     Poch, poch!

Deß Tagewerk ist nimmer still;
     Poch, poch!
Es muß, wer will den Geist empfahn,
Ein sichres, festes Häuslein han.

35
     Poch, poch!