Trinklied (Geisheim)

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Textdaten
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Autor: Johann Karl Wilhelm Geisheim
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Titel: Trinklied
Untertitel:
aus: Gedichte, Zweites Bändchen.
S. 19–20
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Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1839
Verlag: Josef Max & Komp.
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Erscheinungsort: Breslau
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[19]
Trinklied.


Sitz’ ich bei meinem Glase,
Dann hör’ und seh ich nicht,
Hör’ nicht, was die Frau Base
Von Welt und Zeiten spricht.

5
Mit eurem Zeitvertreibe

Von Hundepost und Kost
Bleibt, Qualmer, mir vom Leibe
Bei meinem reinen Most.

Wollt ihr mich unterhalten,

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Müßt lauter ihr, wie Wein,

Ohn’ Spalten, ohne Falten,
Ohn’ Achselzucken sein.
Quält’s euch, so quält im Hause
Euch redlich ab, doch dann

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Kommt her zum Götterschmause,

Und denket nicht mehr d’ran.

Hier, bei dem guten Trunke
Komm’ guter Klang in Schwang;
Den Funken weckt der Funke,

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Es weckt der Klang Gesang;
[20]
Dann singen wir von Weibern

Wie von den Engelein;
In allen Erdenleibern
Ziehn frohe Götter ein.

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Wir sehn in Himmelsklarheit

Das Leben von den Höhn;
Uns flammt die ew’ge Wahrheit:
Die Welt ist doch so schön!
Daß sie uns Keiner schimpfe;

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Denn Wahrheit wird dann kraus,

Und wild und sonder Glimpfe
Schreit sie dann: Narr, hinaus!