Der Gimpel

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Textdaten
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Autor: Heinrich Seidel
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Titel: Der Gimpel
Untertitel:
aus: Die zehnte Muse. Dichtungen vom Brettl und fürs Brettl. S. 202
Herausgeber: Maximilian Bern
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1904
Verlag: Otto Eisner
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Erscheinungsort: Berlin
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Quelle: Commons = Google-USA*
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[202]

Der Gimpel.

Behaglich sitzt in seinem kleinen Bauer
Der Gimpel, pfeifend sein gelerntes Lied.
Er hängt im Sonnenschein dort an der Mauer,
Er hat es gut und gar nichts fällt ihm sauer,

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Er ist zufrieden, wie man deutlich sieht.


Das ist die Kunst! Sie führt zu hohen Ehren:
Man hat das kleine Tier bezahlt mit Gold.
Kann man die Nachtigall wohl Lieder lehren?
Man kann es nicht! Drum soll den Gimpel ehren,

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Wer wahrer Kunstvollendung Beifall zollt!


Nun leiert er sein Lied, der brave Gimpel,
Wie er’s gelernt hat, alle Tage her,
Pfeift seine Melodie so rein und simpel,
Dass alles jauchzt: »Wie schön singt unser Gimpel

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Das Liedchen doch: „Wenn ich ein Vöglein wär!“«


Heinrich Seidel.