Der Glühwurm

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Textdaten
Autor: Friedrich Haug
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Der Glühwurm
Untertitel:
aus: Morgenblatt für gebildete Stände. 8. Jg., 1814, 1. Theil, Nr. 11. S. 41
Herausgeber:
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 13. Januar 1814
Verlag: Cotta
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Stuttgart und Tübingen
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Google und Commons
Kurzbeschreibung:
Wikipedia-logo-v2.svg Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
[[index:|Indexseite]]


[41]
Der Glühwurm.


Ein Glühwurm sandt’ um Mitternacht vom Grase
Sein schwaches Zitterlicht umher.
Ameisenchöre riefen mit Extase:
„Ein Gott, ein Gott ist Er!“

5
Vom süßen Lobe trunken schleicht der Kühne

Sich mühsam in den Gartensaal.
Er hofft entzückt auf einer höher’n Bühne
Anbetung überall.

Blind von krystallner Hängeleuchter Glanze,

10
Will noch der eitle Thor sich bläh’n.

Umsonst! Er leuchtet nicht, und wird im Tanze
Zertreten ungeseh’n.

*     *     *

Nun die Moral? – So geltet, kleine Geister,
In eurem Städtchen ihr für groß;

15
Doch spielt vor’m Publikum ihr stolz den Meister,

Trifft euch des Glühwurms Loos.

H g.