Der Goldborn bei Pulsnitz

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Textdaten
<<< >>>
Autor: Friedrich Bernhard Störzner
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Der Goldborn bei Pulsnitz
Untertitel:
aus: Was die Heimat erzählt. Sagen, geschichtliche Bilder und denkwürdige Begebenheiten aus Sachsen, S. 227
Herausgeber:
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1904
Verlag: Arwed Strauch
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Leipzig
Übersetzer: {{{ÜBERSETZER}}}
Originaltitel: {{{ORIGINALTITEL}}}
Originalsubtitel: {{{ORIGINALSUBTITEL}}}
Originalherkunft: {{{ORIGINALHERKUNFT}}}
Quelle: Digitalisat der SLUB Dresden bei Wikimedia Commons
Kurzbeschreibung:
Wikipedia-logo-v2.svg Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite


[227]
101. Der Goldborn bei Pulsnitz.

Wie eine Urkunde von 1140 meldet, kam das Rittergut Pulsnitz im genannten Jahre in die Hände der Deutschen. Vorher war dasselbe eine wendische Besitzung gewesen. Bald darauf wurde es mit der Stadt und dem sonstigen Zubehör Lehnseigentum der Kamenzer Burggrafen, die damals auch Elstra, die Luchsenburg am Sibyllenstein und Rammenau bei Bischofswerda besaßen.

Zu jener Zeit jagte ein Herr auf Rammenau mit dem Herrn auf Pulsnitz im Pulsnitzer Forste, der damals weit ausgedehnter war und nach den Höhen zu in Urwald überging. Stundenlang hatte man im Oberforste gejagt, da wurde der Rammenauer Herr vom Durste arg gepeinigt. Er war dem Verschmachten nahe. Doch kam er noch zur rechten Zeit an einen frischen Quell. Hier ließ er sich nieder und erfrischte die müden Glieder. Das Wasser war von ganz besonderem Wohlgeschmack. Aus Dank warf der Herr von Rammenau ein Goldstück in den Quell. Von diesem Tage an bezeichnete man jene Quelle als den Goldborn, und dieselbe führt diesen Namen noch heute.