Der Hechelkrämer

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Textdaten
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Autor: Johann Karl Wilhelm Geisheim
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Titel: Der Hechelkrämer
Untertitel:
aus: Gedichte, Zweites Bändchen.
S. 177–178
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Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1839
Verlag: Josef Max & Komp.
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Erscheinungsort: Breslau
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Der Hechelkrämer.


Weil ich der Hechelkrämer bin,
Zieh ich von Stadt zu Stadt;
Und wende gern allda mich hin,
Wo’s was zu hecheln hat;

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Doch komm ich selten wo gut an,

Weil Jeder selber hecheln kann.

Mit Dampfmaschinen hechelt jetzt
Die Welt in’s Große sich.
Des Krieges Brand und Schwert zerfetzt

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Die Menschheit fürchterlich.

Da lob’ ich meine Hechel mir,
Die hechelt nur den Narr’n in dir.

Und was das Beste dabei ist
Bei meiner Hechelei:

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Nie glaubest du, daß du es bist,

Der durchgehechelt sei;
Trifft dich die Hechel noch so sehr,
Du lachst, und denkst: ’s ist Der und Der.

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Mein Hechelkram empfiehlt sich euch
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Zum Kaffee und Tabak;

Er machet euch gedankenreich
Und bildet den Geschmack.
Wer recht den Andern hecheln kann,
Das ist ein feiner, kluger Mann.

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Die besten Menschen machet ihr

Durch meine Hechel schlecht;
Doch macht sie euch zum Wunderthier,
An euch ist Alles recht,
Und ihr, wie toll ihr’s hier auch treibt,

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Dann immer ungehechelt bleibt.