Der König des Alpenwildes

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Textdaten
<<< >>>
Autor: Alfred Brehm
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Der König des Alpenwildes
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 14, S. 219–222
Herausgeber: Ernst Keil
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1865
Verlag: Verlag von Ernst Keil
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Leipzig
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
Wikipedia-logo-v2.svg Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
korrigiert
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite


[219]
Bilder aus dem Thiergarten.
Von Brehm.
5. Der König des Alpenwildes.

„Soeben,“ schreibt mir ein als Naturforscher berühmter Freund, „erhielt ich wieder einige Hefte des ‚Thierlebens‘ und will Ihnen meinen Dank für das Buch auch dadurch beweisen, daß ich Sie auf einen entschiedenen Irrthum aufmerksam mache, auf welchen ich soeben beim Durchblättern der Hefte stoße. Sie sagen nämlich: Der Steinbock, dem Aussterben nahe, findet sich nur noch auf den Hochgebirgen um den Monte Rosa herum. Dies ist nun entschieden unwahr. Der Steinbock ist auf den Gebirgen um den Monte Rosa herum längst ausgerottet und zwar vollständig. Die letzte und einzige Zufluchtsstätte dieses edeln Wildes ist jetzt das den grajischen Alpen angehörige Gletschergebiet des Val Cogne in Piemont, eine Alpenwelt im höchsten Style, deren prachtvolle Hochgipfel ich noch ganz kürzlich, auf einer Reise durch’s Aostathal und noch weit herrlicher vom Gipfel des neuntausend Fuß hohen Cramont zu bewundern Gelegenheit hatte. Also nochmals gesagt: es sind allein und ausschließlich die grajischen Alpen, deren allererhabenste Gletschergebiete der Steinbock noch bewohnt. Ich habe im vergangenen Sommer den Monte Rosa von allen Seiten kennen gelernt, also nicht nur die Schweizer Seite, die Jedermann kennt, sondern auch die piemontesische, die entlegenen Thäler Val Anzasca, Val de Lys, Val Sesia, deren obere Enden von Gletschern des Monte Rosa ausgefüllt werden. Dort überall kennt man den Steinbock gar nicht, und auch die prachtvolle Gehörnsammlung des Baron Beck in Gressonay, St. Jean im Val de Lys, stammt von Steinböcken her, welche im Cognethal erlegt wurden.

So weit für dieses Mal. Ihr Buch ist zu gut, als daß grobe Fehler über europäische Thiere darin vorkommen dürfen.“

Also wiederum weiter zurückgedrängt, auf ein noch kleineres Gebiet beschränkt, der Vernichtung noch näher gebracht – so dachte ich, als ich diese Zeilen las. Die Stelle meinen Buches, welche von meinem Freund berichtigt wurde, hatte ich aus Tschudi’s allbekanntem „Thierleben der Alpenwelt“ entnommen und zwar aus der vor zehn Jahren erschienenen zweiten Auflage. Ich durfte also mit Sicherheit annehmen, daß zu jener Zeit die Steinböcke noch um den Monte Rosa herum vorgekommen waren. Wenige Tage später sandte mir Tschudi die siebente Auflage seines Werkes, welche die Jahreszahl 1865 trägt. Ich war begierig, zu erfahren, ob der Schweizer Naturforscher von dem Verschwinden des Steinwildes am Monte Rosa Kunde erhalten habe, fand jedoch, daß das nicht der Fall war. „Es war um so erfreulicher,“ sagt Tschudi, „daß seit etlichen Jahren diese stolzen Thiere plötzlich ziemlich zahlreich am Monte Rosa erschienen, wo man zum letzten Male in den siebenziger Jahren des vorigen Jahrhunderts etwa vierzig Stück beisammen, dann aber mehr als fünfzig Jahre lang kein Exemplar mehr gesehen hatte. An den Aiguilles rouges und den Dents bouquetins in der Nähe der Dents blanches schoß man dann vor dreißig Jahren, wie man glaubte, die letzten Steinböcke, und als man einige Jahre später auf der Seite gegen Arolla sieben solcher Thiere durch eine Lauine verschüttet fand, hielt man sie für nun völlig ausgerottet. Wirklich bemerkte man auch zwölf Jahre lang keine weiteren Spuren. Heute sieht man, ohne Zweifel in Folge des in Piemont sechszehn Jahre lang streng eingehaltenen Jagdverbotes, im südlichen Monterosagebirge und in dessen Verzweigungen als Seltenheit wieder Familien von zehn bis achtzehn Stück beieinander, doch kaum auf Schweizergebiet.“ Tschudi’s Angabe stützt sich, wie er weiter unten sagt, auf ganz bestimmte Thatsachen. „Der Naturforscher Nager in Andermatt hat in den letzten Jahren an vierzig Steinböcke vom Monterosa erhalten,“ und Tschudi selbst wurden drei ausgezeichnet schöne Steinböcke, welche im November und December 1853 am Monte Rosa geschossen worden waren, zur Messung und Beschreibung zugesandt. Meines Freundes Behauptung also kann sich nur auf die allerletzte Zeit beziehen.

Ich beabsichtige nicht, eine ausführliche Beschreibung des Steinbocks und seines Freilebens zu geben, da ich annehme, daß Tschudi’s mustergültiges Werk dem größten Theile der Leser dieses Blattes bekannt sein dürfte oder bekannt sein sollte. Auch habe ich selbst den Gegenstand erst vor Kurzem des Breiteren behandelt. Es mag daher genügen, wenn ich hier hervorhebe, daß der sogenannte europäische Steinbock (Capra Ibex) ausschließlich noch in dem gedachten sehr beschränkten Alpengebiete vorkommt, daß er aber keineswegs allein der europäische Steinbock ist; denn auch die Pyrenäen und ihre Verzweigungen, die mittel- und südspanischen Gebirge, der Kaukasus, der Altai, die Insel Kreta und einige Cykladen beherbergen Steinböcke, über deren Artselbstständigkeit oder, was dasselbe sagen will, Verschiedenheit von dem Alpensteinbock kaum Zweifel herrschen können, obwohl einige Forscher solche hervorgerufen haben. Gewiß ist, daß alle bekannten Steinböcke sich ebenso sehr hinsichtlich ihrer Gestalt ähneln, wie bezüglich ihres Lebens und Wesens. Ich will hier nur im Auszuge die Beschreibung wiedergeben, welche der alte Geßner vor nunmehr fast dreihundert Jahren von dem theilnahmswerthen Thiere entworfen, und Dr. C. Forer in’s Deutsche übersetzt hat.

„Vnder die wilden Geissen wirdt auch der Steinbock gezelt, ein wunderbarlich geschwind thier: wonet in den höchsten plätze vn orte der Teütschen Alpen, felsen, schraafen, vnd wo es alles gefroren, yß vnd schnee ist; denn von seinen natur har erforderet er kelte, sunst wurde er erblinde ….

,Die Jeger,’ spricht Johannes Stumpfsins in seiner Chronica, [220] ‚treybend solche thier auff hohe vnd glatte felsen, von welchen so sy nit springen, oder sunst sich entledigen mögend, so wartend sy fleyssig des Jegers, stond still, nemmend war, ob yenen jnen ein schrunden zwüschend dem Jeger vnd felsen möge sichtig werden. Wo jnen in solchem gelingt, so farend sy mit grosser Bngestümigkeit hindurch, vnd stürmend den Jeger hinab. Wo aber der Jeger in dem das er naher steygt, so glat vnd aben sich an den felsen helt, daß jm auch gantz kein durchgesicht mag werden, so bleybt das thier still ston vnd wirt also eintwäders gefangen oder getödt?‘

Ettlich Jeger sprächend, so der Steinbock mercke, daß er sterben müsse, so steyge er auff den allerhöchsten schroffen des gebirgs, vnd stütze sich mit dem Horn an ein Felsengang also ringweyß härumb, höre nit auf, byß das Horn abgeschliffen, er falle vnd also sterbe.“

In diesen Angaben lernen wir die Quelle aller der Lagen und Fabeln kennen, welche in späterer Zeit über den Steinbock in Umlauf gesetzt worden sind. Gegenwärtig wissen wir mehr und Bestimmteres über das Thier, jedoch immer noch wenig genug.

Die Steinböcke bewohnen den Gürtel der Hochgebirge dicht unter dem ewigen Schnee und nur die Ziegen mit den Jungen steigen tiefer in die Gebirge herab. In Spanien, auf den griechischen Inseln, am Kaukasus und auf dem Altai treiben sich die Rudel oft in tieferen Gebieten umher; bei Gefahr aber steigen alle zu den eisigsten Höhen empor. Mit Einbruch der Dämmerung ziehen sie weit abwärts, mit Tagesanbruch kehren sie zu ihren Höhen zurück.

Im Winter kommen sie bis zur oberen Waldgrenze herab. Ihre Nahrung besteht in saftigen Alpenpflanzen, Gräsern, Baumknospen und dergleichen, im Winter in den Sprößlingen und der Rinde der Nadelbäume, sowie in Flechten. Die Paarung fällt in den Januar und erregt die ohnehin streitlustigen Böcke auf das Höchste. Nach ihr trennen sich die Böcke von den beschlagenen Geisen und einsiedlern, während die Ziegen eigene Rudel bilden. Im Mai oder Juni geschieht der Wurf des Jungen, welches schon wenige Tage nach seiner Geburt der Mutter überall hin zu folgen vermag.

Um diese Zeit allein ist es möglich, einen Steinbock lebend zu fangen. In welcher Weise dies eigentlich geschieht, ist mir unklar. Tschudi erwähnt, daß Nager wilde Steinziegen durch eine Anzahl von Jägern aussuchen und eine Zeit ununterbrochen beobachten ließ. Wenn die Stunde getroffen und der Ort zugänglich war, so konnte bei großer Eile das Junge erhascht werden; war es aber einmal erst trocken geworden, so war es nicht mehr zu ereilen. Nager hatte den rühmlichen Entschluß gefaßt, den St. Gotthard wieder mit Steinböcken zu bevölkern, besaß auch einmal bereits eine Herde von acht Stück Steinwild auf einer Alm. Wie es mit dieser Zucht gegenwärtig steht, weiß ich nicht, wohl aber kann ich mittheilen, daß Nager unserm Thiergarten lebende Steinböcke zum Kauf angeboten hat und mit Bestimmtheit hofft, solche für uns erlangen zu können.

Ueber das Gesangenleben der Steinböcke liegen vielfache Beobachtungen vor, denn bereits seit Jahrhunderten wurde Steinwild in Zwingern gehalten, hauptsächlich der Zucht halber. Auch die auf unserer Abbildung dargestellten Thiere sind nach einer im Gebiete der norischen Alpen von einem österreichischen Fürsten gehegten Steinbockfamilie gezeichnet. Man glaubte, durch in der Gefangenschaft geborene Thiere dieser Art die Alpen wieder bevölkern zu können. Namentlich die Bischöfe von Salzburg und die österreichische Herrscherfamilie haben sich angelegen sein lassen, Steinwild in der Gefangenschaft zur Fortpflanzung zu bringen. Dabei sind nun viele und wichtige Beobachtungen gemacht worden. Es ist nicht immer möglich, Steinböcke und Geisen zu erhalten; deshalb wurde Steinwild mit passenden Hausziegen gekreuzt. Aus diesen Kreuzungen gingen kräftige Bastarde hervor, welche sich durchgehends wieder fruchtbar zeigten und der beliebten Einpaarlertheorie geradezu widersprachen. Die gläubigen Naturforscher ließen sich jedoch dadurch von der Unhaltbarkeit besagter Theorie keineswegs überzeugen, sie nahmen einfach an, daß der Steinbock nichts weiter als eine wilde Ziege, oder umgekehrt, daß unsere Ziege ein gezähmter Steinbock sei. So war die Unanfechtbarkeit der paradiesischen Sage gewiß und die Einheit des Menschengeschlechts wieder einmal gerettet. Leider geben die Naturforscher, welche sich der alten Sage und ihren Vertreten, gefügig zeigen, nicht folgerichtig zu Werke. Viele von ihnen wenigstens erkennen in den übrigen Steinböcken selbstständige Arten und widersprechen dadurch sich selbst; denn alle übrigen Steinböcke, welche bis jetzt in der Gefangenschaft gehalten wurden, paaren sich anstandslos und erfolgreich mit Hausziegen und erzeugen mit diesen Bastarde, welche unzweifelhaft ebenfalls fruchtbar sein werden. Der Hamburger Thiergarten besitzt gegenwärtig einen sibirischen Steinbock, welcher sich mit einer gewöhnlichen Hausziege gepaarthat und Nachkommenschaft erwarten läßt. Diese Jungen werden beweisen, daß auch sie den neuesten Erfahrungen über Bastarde nicht widersprechen; auch sie werden sich mit jeder Ziege oder jedem Steinbock und bezüglich Steinbockbastard fruchtbar vermischen.

In ihrem Betragen scheinen alle Steinbockarten übereinzustimmen. Ihr Wesen ähnelt dem unserer Ziegen außerordentlich; doch spricht sich auch in den Bastarden noch alle Kraft und Selbstständigkeit eines freigeborenen Thieres aus. Die Steinböcke sind entschieden selbstbewußter, als die Ziegen. In frühester Jugend sind alle ungemein liebenswürdig; dies ändert sich aber mit den Jahren: sie nehmen nicht, wie an Alter, so auch an Weisheit und Gnade zu, sondern höchstens an Wildheit und Ungezogenheit. Zu Anfang dieses Jahrhunderts züchtete man in Bern sehr eifrig Steinböcke. Man wies den Thieren einen Theil der Stadtwälle an, nährte sie entsprechend und erhielt mehrere Junge. Weder diese noch ihre Eltern gaben dem Menschen gegenüber Liebe oder Furcht zu erkennen. Auf den Wällen, auf welchen sie sich munter umhertrieben, machte der Bastardbock nicht selten Angriffe auf die Schildwache und wurde dadurch bald sehr verhaßt. Mehr als einmal unterbrach er die astronomischen Beobachtungen, welche von der nahen Sternwarte aus im Freien angestellt wurden. Später gefiel er sich an dem Spaziergange der guten Bürger theilzunehmen und die Leute, welche sich vergnügen wollten, in die Flucht zu schlagen. Schließlich fiel es ihm ein, die Dächer der Gebäude zu besteigen und hier die Ziegel zu zertrümmern. Zahlreiche Klagen wurden laut über eine derartige Selbstständigkeit des freigeborenen Wesens, und die hochwohlweise Behörde sah sich genöthigt, gedachten Klagen Rechnung zu tragen. Der neckische Bock wurde feierlich verbannt. Man wies ihm und seiner Gesellschaft den Abendberg bei Interlaken an. Seine Gemahlinnen, die Ziegen, fanden die eisigen Höhen bald nach Wunsch; der Bock aber glaubte den bewohnten Gürtel des Gebirges der Nähe der Gletscher vorziehen zu müssen. Er besuchte zuerst freundschaftlich die Alpenhütten, befreundete sich hier inniger mit den Ziegen, als den Sennen lieb war, und wurde zuletzt an den Sennereien ein so regelmäßiger und zudringlicher Gast, daß er sich durchaus nicht mehr vertreiben ließ, sondern von seinem starken Gehörn den ausgiebigsten Gebrauch machte. Es kam zu argen Thätlichkeiten und schließlich zu Raufereien zwischen ihm und den Sennen. Gewaltthätigkeiten und Unfug aller Art machten endlich seine Fortschaffung gebieterisch nothwendig. Vier starke Männer wurden beordert, ihn weiter hinauf in’s Gebirge zu bringen. Dies war aber keineswegs eine leichte Arbeit; denn der kräftige Bock warf oft sein gesammtes Geleite zu Boden.

Ein starker Gemsjäger, welcher nun mit besonderer Vorliebe die Aussicht über das Steinwild übernahm, halte auch seine Noth; denn namentlich der Bock schien von Dankbarkeit keinen rechten Begriff zu haben. Einmal forderte er seinen Hüter zu einem Zweikampf heraus, welchen dieser wohl oder übel annehmen mußte, weil sich der Vorfall hart am Rande eines Abgrundes zutrug und der Bock die entschiedenste Lust bezeigte, seinen Herrn und Gebieter da hinabzustürzen. Der Mann mußte eine volle Stunde mit dem Thiere ringen. Bald machte der Bock auch in jenen Höhen sich wieder furchtbar. Er wurde zum Schrecken aller Sennen; sein Freiheitsdrang litt keine polizeiliche Beaufsichtigung. Wenn es ihm behagte, ging er wieder in die Tiefe herab, und wenn ihn der Gemsjäger glücklich wieder hinauf gebracht hatte, war er gewöhnlich schneller wieder unten als jener. Dann stieß er mit seinem mächtigen Gehörn die Thüren in den Ställen ein, falls er hier Ziegen gewittert, und wurde zuletzt so übermüthig, daß allmänniglich vor ihm flüchten mußte. Seine Thätigkeit war in einer Hinsicht von dem besten Erfolge gekrönt. Besagter Bock hatte nach kurzer Zeit eine zahlreiche Nachkommenschaft mit den Hausziegen der Alpen erzeugt und diesen viele von seinen Tugenden vererbt. Daß Blut „ein ganz besonderer Saft“ ist, erwies sich auch hier. Die Nachkommen unseres

[221]
Die Gartenlaube (1865) b 221.jpg

Steinwild in den norischen Alpen.
Nach der Natur gezeichnet von F. Pausinger.

[222] Bockes liebten das Erhabene; sie erkletterten die höchsten Spitzen, verführten die sittsamen Haussegen zu ähnlichen Streichen und verwandelten schließlich die Milch der frommen Denkungsart dieser Thiere und ihrer Herren oder Herrinnen in eitel gährend Drachengift. Von Neuem wurde die höhenbewohnende Menschheit klagbar, und eine neue Versetzung des Bockes war die Folge. Man wies ihm die Grimselalpe an; aber auch hier blieb er sich treu, und so wurde schließlich ein hochnothpeinliches Halsgericht über ihn verhängt und der freiheitsdurstige, urkräftige Gesell laut Richterspruch vom Leben zum Tod gebracht.