Der Kyffhäuser

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Textdaten
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Autor: Hermann Lingg
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Titel: Der Kyffhäuser
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 2, S. 24
Herausgeber: Ernst Ziel
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1884
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
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Die Gartenlaube (1884) b 025.jpg

Kyffhäuser.
Nach einem Oelgemälde von Edmund Kanoldt




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Der Kyffhäuser.

Zerklüftet, wie die Burg da droben,
Ist auch der Berg, auf dem sie ragt,
In ein gewaltig Bild verwoben
Erscheinen beide, wenn es tagt.

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In starren Felsen ruht verschlossen,

Was sich das Volk erhofft, ersehnt,
Wenn leuchtend Morgenroth ergossen
Sich um die dunklen Höhen dehnt:

Der Rothbart ist im Berg versunken

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Und um ihn her sein ganzes Heer,

Die Rosse stampfen, schnauben Funken,
Es klirrt im Grunde Schild und Speer.

Zuweilen fährt er auf im Zorne,
Es drang ein Ruf zu ihm herein,

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Er greift zum Schwert, langt nach dem Horne,

Sein rother Bart wirft Feuerschein.

Was war es, was er hörte? Klagen?
Wer weiß es? Eilig kommt ein Zwerg
Und reckt sich, ihm in’s Ohr zu sagen:

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„Die Raben fliegen um den Berg!“ –


Wann wird er kommen, aufzurichten
Sein mächtig Reich, und allen Streit
Im Land und bei den Völkern schlichten
Und walten in Gerechtigkeit?

Hermann Lingg.