Der Nix

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Textdaten
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Autor: Heinrich Gottlob Gräve
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Titel: Der Nix
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aus: Volkssagen und volksthümliche Denkmale der Lausitz, S. 111–112
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1839
Verlag: F. A. Reichel
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Erscheinungsort: Bautzen
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Quelle: MDZ München, Commons
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XLIII. Der Nix.

Die Gnomen, Ondinen, Salamander, Elfen und andre Arten neckender, schädlicher oder wohlthätiger Geister [112] wurden – vornämlich bei den Wenden (Manche halten sie für teutschen Mythus) noch durch Nixe vermehrt. Sie waren nicht, wie bei den Teutschen, blos weiblichen, sondern auch männl. Geschlechts. Unvorsichtig Badende, vornämlich Kinder, zogen sie (besonders zu gewissen Zeiten) unter’s Wasser, wo sie selbige tödteten, nicht selten aber die vom weiblichen Geschlecht sich mit schlanken, schönen Rittern (wie z. B. aus der ehemals so beliebten Oper: „das Donauweibchen,“ ersichtlich) verheiratheten.

Die männlichen scheinen nicht so böse und tückisch, wie die weiblichen, gewesen zu seyn, sondern in der That manchmal gute Launen gehabt zu haben; denn so sollen sie nicht selten Geld vertheilt und Obst ausgeworfen haben. Wenn ein Nix – kenntlich durch den am Ende seiner Bauernkleidung sich stark bemerkbar machenden feuchten Wasserstreif – in einer Stadt an Markttagen Korn verkaufte, so hielt man es für ein gutes Zeichen und sagte: „Nun schlägt das Getraide ab, der Nix hat heut Korn verkauft!“