Der Schnitt des Formobstes

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Titel: Der Schnitt des Formobstes
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 18, S. 548 d
Herausgeber: Adolf Kröner
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1899
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger G. m. b. H. in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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[548] Der Schnitt des Formobstes. Während man in früherer Zeit sich hauptsächlich darauf verlegte, den Schnitt des Formobstes im Frühjahr und Spätherbst durchzuführen, wird jetzt mit vollem Recht mehr Wert auf den Schnitt Ende August, Anfang September gelegt. Der Trieb der Bäume hat dann aufgehört. Sie bereiten sich für die nächstjährige Campagne schon vor und bilden ihre Blütenknospen kräftiger aus. Wird zu dieser Zeit nun das überflüssige Holz durch den Schnitt entfernt, dann ziehen die stehenbleibenden Augen daraus natürlich großen Vorteil, schwächer veranlagte können noch kräftiger werden und viele, die bislang noch nicht die Eigenschaften einer Blutenknospe besaßen, diese noch erhalten. Bei senkrechten und wagerechten Schnurenbäumen, Pyramiden und dergleichen bricht man die Seitentriebe über dem zweiten oder dritten Blatte ab, indem man sie einfach über die Klinge biegt. Das Abbrechen soll etwaigen Gelüsten nach neuem Triebe, welchen feuchtwarmes Wetter hervorrufen könnte, entgegentreten, da die Vernarbung und Verschließung der großen Wunde den Zweig längere Zeit beschäftigt als die Vernarbung einer glatten Schnittfläche.

Auch bei Tannen, beim Buchs und beim Lorbeer soll ein Schnitt zu jetziger Zeit, der der Form des Baumes angepaßt ist, die Entwicklung der Augen und damit den nächstjährigen Trieb fördern.