Der Schwabe vor Bretten

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Textdaten
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Autor: Ludwig Kieffer
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Titel: Der Schwabe vor Bretten
Untertitel:
aus: Badisches Sagen-Buch II, S. 416–417
Herausgeber: August Schnezler
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1846
Verlag: Creuzbauer und Kasper
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Erscheinungsort: Karlsruhe
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Quelle: Commons, Google
Kurzbeschreibung:
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[416]
Der Schwabe vor Bretten.

Eine tapfere That verübten einst die Brettener im Jahr 1504, als der Herzog Ulrich von Würtemberg mit 20,000 Mann die Pfalz kriegerisch heimsuchte und Bretten belagerte. Die Schwaben lagen Nachts im besten Schlaf, wurden aber sehr unhöflich geweckt; denn die Brettener machten einen Ausfall und kamen ihnen so derb über den Hals, daß sie Geschütz und Munition im Stiche ließen und schleunigst Reißaus nahmen. Bei dieser Gelegenheit hielt ein Schwabe seinen Finger just vor die Mündung einer Feldschlange, als man sie losbrannte. Der Finger flog mit der Kugel weg und der Schwabe schrie:

[417]

„Au wai, au wai!
Noh Bretta, glaubets nau, (nur)
Komm ih jo nimmi mai!“ (mehr)

Diese wahrhafte Geschichte war ehmals an dem alten Rathhaus abgemalt.

L. K.