Der Teufelsstein auf der Schiehald

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Autor: Bernhard Baader
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Titel: Der Teufelsstein auf der Schiehald
Untertitel:
aus: Badisches Sagen-Buch II, S. 34
Herausgeber: August Schnezler
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1846
Verlag: Creuzbauer und Kasper
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Erscheinungsort: Karlsruhe
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Quelle: Commons und Google
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Der Teufelsstein auf der Schiehald.[1]

Nicht weit von den zwölf Steinen ist ein Berg, der heißt die Schiehald, da steht der größte Stein. Den hat einst der Teufel dahin getragen, und wollte damit die St. Wendelinus-Kirche im Thal zerschmettern. Er nahm ihn von den zwölf Steinen weg, ging damit durch das große Rappenloch und kam bis auf die Mitte der Schiehald, wo er den Felsen ablegte und ausruhen wollte. Nachher konnte er aber den Stein nicht mehr aufheben, da dieser mit dem spitzigen Ende im Berg stecken blieb, und noch sieht man daran das runde Loch, welches die Schulterknochen des Teufels hineingedrückt haben, als er den Stein hertrug. Noch steht er auf der Schiehald und heißt der Teufelsstein, und so blieb die Kirche verschont. Der Teufel fährt aber manchmal auf jenem Platze mit sechs Geisböcken herum und man hört ihn um Mitternacht mit der Peitsche knallen. Es ist nicht gut, Nachts an jenem Orte vorbeizugehen, selbst mit Fackeln nicht, denn sie werden Einem ausgelöscht und die Leute dann in der Irre herumgeführt.

(Nach mündlicher Ueberlieferung, mitgetheilt von Bernhard Baader in Mone’s „Anzeiger zur Kunde der teutschen Vorzeit.“ Jahrg. 1834. S. 88.)

  1. Vergl. mit dieser Sage die verwandte; Seite 480 dieser Abtheilung.