Der böse Hausgeist Blaserle

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Textdaten
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Autor: Unbekannt
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Titel: Der böse Hausgeist Blaserle
Untertitel:
aus: Badisches Sagen-Buch II, S. 400–401
Herausgeber: August Schnezler
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1846
Verlag: Creuzbauer und Kasper
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Erscheinungsort: Karlsruhe
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Quelle: Commons und Google
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[400]
Der böse Hausgeist Blaserle.

Im Pfarrhause zu Eisingen spuckte vor Zeiten das Blaserle, von dem Niemand weiß, was es war. Wenn die Sonne unterging, so blies es jedem in’s Gesicht, obschon man gar nichts von ihm sehen konnte. Dem Pfarrer wurde einmal eine Kuh geschenkt, [401] aber kaum befand sie sich in seinem Stall, so fing sie an zu schreien und hörte nicht auf, denn es war das Blaserle, das aus ihr schrie. Dabei fraß die Kuh gar nicht, und der Pfarrer mußte sie verkauffen, worauf sie recht gut gediehen ist, wie sie aus dem Hause war. So ging es auch mit dem Federvieh; was auch der Pfarrer anschaffte, das fing an zu schreien, fiel dann wie lahm nieder und schrie sich todt. Wenn der Pfarrer in der Stube allein saß, so blies es aus allen Ecken und ließ er den Boden aufbrechen, so fand sich nichts. Dieses Blaserle ist nach und nach aus dem Pfarrhaus weggeblieben und man weiß nicht, wie es vertrieben worden ist.[1]

(Siehe Mone’s „Anzeiger etc.“ 1834.)

  1. Ein naher Verwandter dieses neckischen Kobolds scheint der Hausgeist Ruedy im Pfarrhanse von Obereggenen gewesen zu seyn. (Vergl. S. 256 des 1. Bandes unsers Sagenbuchs.)