Der dritte August 1789

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Textdaten
Autor: Susanne von Bandemer
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Der dritte August 1789
Untertitel:
aus: Neue vermischte Gedichte, S. 95–97
Herausgeber:
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1802
Verlag: Vorlage:none
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Berlin
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Google, Kopie auf Commons
Kurzbeschreibung:
Wikipedia-logo-v2.svg Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
[[index:|Indexseite]]


[95]

Der dritte August 1789. An des Kronprinzen von Preussen Königl. Hoheit. [1]


Willkommen, dreymahl seliger August!
Du gabst dem Könige den Thron;
Du gabst die Schwester Ihm, der Belgen Lust;
Du gabst Ihm einen Sohn.

5
Wem ist mein erstes Jubellied geweiht?

Für wen ertönet mein Gesang? - - -
Für Dich, des Volkes Hoffnung, saget heut
Das Volk dem Himmel Dank.

[96]

Hellglänzend wie der Morgensonne Strahl,

10
Klimmst du die steile Bahn hinauf,

Die dich zur Tugend führt. Heil deiner Wahl!
Heil deinem Heldenlauf!

So weise, wie des Donnergottes Sohn, [2]
Verachtest du die träge Ruh:

15
Er eilte – Pallas vor ihm her – dem Thron

Der Ehre rüstig zu.

Uns bist du mehr, als Thebens rascher Held:
Dich Brennussohn, dich edles Blut
Des wahren Menschenfreundes, sieht die Welt

20
Gleich groß an Huld und Muth.


Die Herzen alle werden dein Altar;
Dir huldigt itzt schon jede Brust;

[97]

Wohin du gehst durch die gedrängte Schaar,
Bist du der Brennen Lust.

25
Noch blühst du wie der wonnereiche May,

Im Rosenalter deiner Zeit,
Und sammelst dir, der ernsten Tugend treu,
Frucht für die Ewigkeit.

Das Eichenlaub, das unsern Titus kränzt,

30
Verflochten in das Lorbeerreis,

Das um die Schläfe Friedrich – Cäsars glänzt,
Sey deiner Stirne Preis!


  1. Seiner jetzt regierenden Majestät.
  2. Herkules.