Der gestrige Abend

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Textdaten
Autor: Susanne von Bandemer
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Titel: Der gestrige Abend
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aus: Neue vermischte Gedichte, S. 130–131
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Erscheinungsdatum: 1802
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Erscheinungsort: Berlin
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Der gestrige Abend.


Selig! selig! die, so ganz versunken
Im Gefühl der Liebe, dir im Arme lag:
Ach, sie lauschte hoher Wonne trunken
Auf des Herzens stärkern Schlag.

5
Der dir, – Holder, den ein Gott mir wählte –

Mit der reinsten Liebe sanft die Brust durchbebt,
Und mich mehr, als Amors Neuvermählte,
Zu Elysium erhebt.

Frey von jedem sinnlichen Verlangen,

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In dem süßen Einklang reiner Harmonie,

Fühlt ich Trauter! ach, von dir umpfangen
Unsrer Seelen Sympathie.

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Nein, nie fühlt’ ich, was ich dort empfunden!
Unaussprechlicher hat Liebe nie beglückt!

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O, in dieser seligsten der Stunden,

Ward mein Geist der Welt entrückt.

Und durchdrungen von dem reinsten Feuer
Hob die Sterbliche zur Göttin sich empor:
Du allein beseltest meine Leyer

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Mehr, als der Kamönen Chor.


Dir erthönen diese Silbersaiten,
Und mit einer nahmenlosen Lust
Fühlen wir, der Liebe Eingeweihten,
Schon den Himmel in der Brust.