Der neue Leuchtturm in Warnemünde

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Titel: Der neue Leuchtturm in Warnemünde
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 24, S. 772
Herausgeber: Adolf Kröner
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Erscheinungsdatum: 1898
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger G. m. b. H. in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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[772] Der neue Leuchtturm in Warnemünde. (Mit Abbildung.) Am Ausfluß der schiffbaren Warnow in die Ostsee gelegen, ist Warnemünde der Hafenplatz von Rostock. Er erfreut sich auch als Seebad eines zahlreichen Besuchs und wird von Nervenkranken als Winterkurort benutzt. In letzter Zeit erhielt der Flecken einen neuen Leuchtturm, den unsere nebenstehende Abbildung wiedergiebt. Derselbe erhebt sich am Anfang der Bismarck-Promenade auf einem 6 m über See gelegenen Plateau zu der stattlichen Höhe von 36,90 m. Er ist aus hellen Backsteinen erbaut und mit dunklen Verblendsteinen geziert. Zwei Galerien umgeben ihn. Der Helm des Turmes birgt die Laterne, eine aus Phosphorbronze bestehende Lampe, die durch ein Pumpwerk mit Petroleum aus dem feuersicheren Keller versorgt wird. Das Licht ist ein Fresnelsches Festfeuer mit einem rotierenden Vorlinsensystem, das in bestimmten Pausen hellere Blinke von drei Sekunden Dauer erzeugt. Bei der behördlichen Prüfung am 19. Oktober ergab sich eine Sichtbarkeit des Feuers auf 16 Seemeilen. Nach Westen zu prangt in einer Nische eine polierte Tafel von schwarzem Marmor. Sie trägt als Relief einen goldenen Greif, das Wahrzeichen Rostocks. Der Bau ist von der Stadt Rostock nach einem Plane des Hafenbaudirektors Kerner ausgeführt worden.
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Datei:Die Gartenlaube (1898) b 0772 2.jpg

Der neue Leuchtturm in Warnemünde.
Nach einer photographischen Aufnahme von R. A. Ahrens in Warnemünde.