Der stürmische Verlobungstag

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Textdaten
<<< >>>
Autor:
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Der stürmische Verlobungstag
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 20, S. 340
Herausgeber: Adolf Kröner
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1896
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Leipzig
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
Wikipedia-logo-v2.svg Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
korrigiert
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite


[328]
500px

Der stürmische Verlobungstag.
Nach dem Gemälde von E. Kurzbauer.

[340] Der stürmische Verlobungstag. (Zu dem Bilde S. 328 und 329.) Wir sehen in das Schlußkapitel einer Schwarzwälder Dorfgeschichte hinein. Mit harter Mühe und langen Kämpfen hat das Liebespaar samt den verbündeten Müttern den alten reichen Bauern soweit gebracht, daß er in den „Verspruch“ seines Aeltesten mit dem ärmeren Mädchen willigte. Aber nun, wo die eigentliche Verhandlung beim Sonntagskaffee losgehen soll, nun reut ihn der Handel plötzlich so sehr, daß er am liebsten die verschüchterte Witwe samt ihrem mit den Thränen kämpfenden Töchterlein aus dem Hause werfen möchte. Seine Alte ist dem unwirsch vom Tisch Auffahrenden gefolgt und redet beschwörend auf ihn ein. Der Sohn steht stumm, aber er wirft einen bösen Blick nach dem alten Hartkopf hinüber, während die entsetzte Brautmutter wie schützend ihrem Kinde näher rückt. Eine kritische Situation! Man könnte für den Ausgang bange sein ohne die alte Erfahrung, daß die gröbsten Männer am Ende doch meistens so thun, wie die unterwürfigsten Frauen es haben möchten. Und mit dieser tröstlichen Aussicht kann man sich ruhig der Hauptsache zuwenden, nämlich der Einzelbetrachtung des lebensvollen Kurzbauerschen Bildes und seiner Figuren, die so charakteristisch echt sich von dem Hintergrund einer alten, gemütlich anheimelnden Schwarzwälderstube abheben.