Der unglückliche Skipper „in der Buoy-Kette auf der Themse“

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Textdaten
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Autor: H. B.
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Titel: Der unglückliche Skipper „in der Buoy-Kette auf der Themse“
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube
Herausgeber: Ernst Keil
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1863
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
Antwort auf die Leserbriefe zu In der Buoy-Kette an der Themse
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[80] Der unglückliche Skipper „in der Buoy-Kette auf der Themse (Nr. 2) hat viel Grausen, auch Zweifel erregt. Vielen Lesern mit schwachen Nerven war die Geschichte gar zu entsetzlich. Die Spötter rufen höhnisch: Warum haben sie die Kette nicht durchgefeilt oder zerhauen? Die Antwort, die im Verlauf der Geschichte selbst nur angedeutet ward: „Selbst als ein Mädchen rasch und ernst ausrief, man möge die Kette zerhauen, lachte Niemand“ (blos wegen der ernsten Situation, obgleich dieser Vorschlag jedem Erwachsenen lächerlich erschien) genügte wohl den meisten deutschen Lesern, die vielleicht blos Wagenketten gesehen haben und mit der Uhrkette spielen, durchaus nicht. Die deutlichere Antwort ist denn: Die Kette, 1½ Zoll Durchmesser in jedem Gliede – also welcher Umfang und von Schmiedeeisen! – war viel zu stark zum Durchhauen mit Händen und Hämmern. Durchfeilen läßt sie sich natürlich mit der Zeit. Wie viel dazu gehört, mag sich leicht annähernd ermitteln lassen, wenn sich etwa ein Spötter die Mühe giebt, das Glied einer gewöhnlichen Wagenkette durchzufeilen. Außerdem hätte sie unterhalb, wasserwärts, durchgefeilt werden müssen. Dazu war aber, nachdem begreiflicher Weise alle Mittel versucht worden waren, den Fuß zu befreien, wegen der anschwellenden Fluth durchaus keine Zeit mehr.

Nun still davon, damit die deutsche Weisheit vom Zerhauen oder Zerfeilen nicht bis zu den Capitains und Londoner Themsemännern dringe, sonst lachen sie, wegen der wenigen Schwachen unter uns, wieder die ganze deutsche Nation aus.

Der Verfasser H. B.