Die Arbeiterzeitung

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Textdaten
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Autor: Unbekannt
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Titel: Die Arbeiterzeitung
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aus: Die Gartenlaube
Herausgeber: Ernst Keil
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Erscheinungsdatum: 1863
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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[80] Die Arbeiterzeitung, welche seit Beginn dieses Jahres bei F. Streit in Coburg erscheint, zeigt sich in ihren ersten Nummern als ein gediegenes und der allgemeinen Theilnahme würdiges Blatt. Jeder redliche Deutsche, der das öffentliche Leben mitlebt, ist über die Bedeutung der Arbeiterbewegung nicht mehr in Zweifel. Sie ist eine der großartigsten Erscheinungen der Neuzeit, denn sie ist nicht erst durch die Belehrung und Aufmunterung der Presse hervorgerufen, sie ist nicht gemacht, sie ist da, sie ragt plötzlich über alle Erscheinungen der Gegenwart als eine lebensvolle empor, und ihr mächtiger Geist durchdringt die großen Massen, das arbeitende Volk in ganz Deutschland. Da gilt es für jeden Vaterlandsfreund, herbeizueilen mit der Herzenssorge, die große Bewegung in der gesunden Bahn zu erhalten, in welche sie durch das Verdienst unsers Schulze-Delitzsch geleitet worden ist; es gilt vor Allem, mit aller Anstrengung zu verhüten, daß sie nicht entweder von der Reaction mißbraucht und zu Grunde gerichtet, oder durch den Eifer unklarer Feuerköpfe auf Irrwege verlockt werde, die das gesunde deutsche Wesen derselben als einen Abklatsch des krankhaften französischen Socialismus und Communismus verdächtigen lassen könnten. Daß dies im Interesse der Arbeiter und des gesammten Vaterlandes nicht geschehe, das ist die Aufgabe dieser Arbeiterzeitung! – Es ist von der größten Folgewichtigkeit, daß jetzt, ehe neue Erschütterungen über unsern Welttheil und unser Vaterland hinbrausen, die feste Grundlage zur Lösung der socialen Frage gelegt, daß Capital und Arbeit jetzt versöhnt werde – ehe es zu spät ist. Also Hand an’s Werk! Feste, treue Hand an die Arbeiterzeitung!