Die Belagerung von Rogätz

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Textdaten
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Autor: Jodocus Donatus Hubertus Temme
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Titel: Die Belagerung von Rogätz
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aus: Die Volkssagen der Altmark
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1839
Verlag: Nicolaische Buchhandlung
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Erscheinungsort: Berlin
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Quelle: Google und Scans auf Commons
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23. Die Belagerung von Rogätz.

Zu der Altmark gehörte früher das wohlbekannte Schloß Rogätz. Dasselbe war in den Zeiten des dreißigjährigen Krieges sehr fest, und es trug sich zu jener Zeit einmal eine wunderliche Geschichte darin zu. Es lag nämlich eine Kaiserliche Besatzung darin, die wurde hart und lange belagert von dem Grafen von Mansfeld. Allein der Graf konnte ihr nichts anhaben und das Schloß nicht nehmen. Bei allen Stürmen wurden von seinen Leuten [23] gar Viele erschlagen, und von den Belagerten fiel Niemand. Da kam endlich der Dänische General Fuchs dem Grafen zu Hülfe. Der merkte bald, wie die Sache beschaffen war. Es war nämlich ein Meßpfaff mit im Schlosse, der durch Zauberei alle Soldaten in demselben fest gemacht hatte, so daß sie nicht konnten verwundet werden, weder durch Eisen noch durch Blei. Als solches der General gewahrt hatte, da ließ er seinen Leuten große und schwere Holzaxten machen; mit diesen ließ er sie das Schloß von Neuem stürmen, und auf die Belagerten losschlagen; die wurden denn nun alle erschlagen, denn gegen Holz hatte der Pfaff sie nicht fest gemacht. Also nahm er das Schloß.

Rittners Altmärk. Geschichtsbuch in Küsters antiq. Tangerm. II. 31.