Die Blätter zum Licht, die Wurzeln zum Dunkeln

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Titel: Die Blätter zum Licht, die Wurzeln zum Dunkeln
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 50, S. 555–556
Herausgeber: Ferdinand Stolle
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1853
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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[555] Die Blätter zum Licht, die Wurzeln zum Dunkeln: das ist ein Gesetz des Wachsthums, dessen Unabänderlichkeit ein in Berlin angestellter Versuch recht lebendig darthat. Man verschloß einen langen Kasten hermetisch gegen jede Lichteinwirkung von oben herab, säete auf einem Drahtgitter an der oberen Decke im Innern des Kastens Erbsen-, Bohnen- und Kressensamen in feuchtes Moos und brachte am untern Ende des Kastens ein kleines Loch an, worin ein unter dem Kasten an einer Wand befestigter Spiegel das Sonnenlicht so in die Höhe warf, daß es die Samen von unten herauf beschien. Und siehe: nun richteten sich beim Keimen der Samen die Wurzelchen in die lichtere Höhe, während die Blätter der Stenglein nach unten, dem lichtgebenden Spiegel zu, [556] wuchsen. Also: „Trotz Alledem und Alledem“: Alles Wachsthum drängt zum Licht und das Licht giebt das Wachsthum. Darum Licht! Licht!