Die Ente

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Textdaten
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Autor: Christian Fürchtegott Gellert
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Titel: Die Ente
Untertitel:
aus: Sämmtliche Schriften. 1. Theil: Fabeln und Erzählungen, Zweytes Buch. S. 156
Herausgeber:
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1769
Verlag: M. G. Weidmanns Erben und Reich und Caspar Fritsch
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Erscheinungsort: Leipzig
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans auf Commons
Kurzbeschreibung:
Erstdruck 1746/48
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Die Ente.


Die Ente schwamm auf einer Pfütze,
Und sah am Rande Gänse gehn,
Und konnt aus angebohrnem Witze
Der Spötterey unmöglich widerstehn.

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Sie hob den Hals empor, und lachte dreymal laut,

Und sah um sich, so wie ein Witzling um sich schaut,
Der einen Einfall hat, und mit Geschrey und Lachen,
So glücklich ist, ihm Luft zu machen.

     Die Ente lachte noch, und eine Gans blieb stehn.

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Was, sprach sie, hast du uns zu sagen?

„Ach nichts! Ich hab euch zugesehn,
Ihr könnt vortrefflich auswärts gehn.
Wie lange tanzt ihr schon? Das wollt ich euch nur fragen.“
Das, sprach die Gans, will ich dir gerne sagen;

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Allein du mußt mit mir spatziren gehn.


 ______

     Ihr Kleinen, die ihr stets so gern auf Größre schmähet,
An ihnen tausend Fehler sehet,
Die ihr an euch doch nie entdeckt;
Glaubt, daß an euch der Sumpf, in dem ihr euch so blähet,

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Dieselben Fehler auch versteckt.

Und sollen sie der Welt, wie euch, unsichtbar bleiben:
So laßt euch nichts daraus vertreiben!