Die Erreger des Wundstarrkrampfes in unseren Wohnungen

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Autor: unbekannt
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Titel: Die Erreger des Wundstarrkrampfes in unseren Wohnungen
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 40, S. 688
Herausgeber: Adolf Kröner
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1891
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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[688] Die Erreger des Wundstarrkrampfes in unseren Wohnungen. Der Wundstarrkrampf oder Tetanus ist unseren Lesern aus dem Artikel in Nr. 5 dieses Jahrgangs zur Genüge bekannt. Die neuere Forschung hat nun ergeben, daß der Bazillus, der ihn erzeugt, leider ein sehr häufiger Hausgenosse des Menschen ist. H. Heinzelmann hat neuerdings den Fehlboden einiger Häuser in München daraufhin untersucht. Der Fehlboden ist der Raum unter der Diele zwischen zwei Stockwerken, der eigentlich reinen Sand oder dergleichen enthalten sollte, thatsächlich aber mit Schutt und anderen unreinen Stoffen ausgefüllt wird. Heinzelmann untersuchte nun die Fehlböden von 13. Münchener Häusern, von denen 2 bewohnt, die übrigen zum Abbruch bestimmt waren. Er fand neunmal in diesen Fehlböden Tetanusbazillen, welche ihre volle krankheitserregende Kraft besaßen und bei Kaninchen, Meerschweinchen und Mäusen Wundstarkrampf erzeugten. – Die Hygieine hat schon wiederholt auf die Gefahren hingewiesen, welche ein unzweckmäßiger Fehlboden als Brutstätte von Bakterien mit sich bringt. Die Untersuchungen Heintzelmanns bringen einen neuen Beweis für die Richtigkeit dieser Auffassung und mahnen dringend zur Herstellung eines für Luft und Wasser, also auch für Bakterien, undurchdringlichen Fußbodens, sowie zur Füllung des Fehlbodens mit reinem Material.