Die Fliege im Flugzeug

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Textdaten
Autor: Joachim Ringelnatz
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Titel: Die Fliege im Flugzeug
Untertitel:
aus: Flugzeuggedanken
Herausgeber:
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1929
Verlag: Ernst Rowohlt Verlag
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Erscheinungsort: Berlin
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans auf Commons,
S. 81–82
Kurzbeschreibung:
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Bearbeitungsstand
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[81] DIE FLIEGE IM FLUGZEUG

Ich war der einzige Passagier
Und hatte – nur zum Spaße –
Eine lebende Fliege bei mir
In einem Einmachglase.

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Ich öffnete das Einmachglas.

Die Fliege schwirrte aus und saß
Plötzlich auf meiner Nase
Und rieb sich die Vorderpfoten.
Das verletzte mich.

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Ich pustete. Sie setzte sich

Auf das Schildchen „Rauchen verboten“.

Ich sah: der Höhenzeiger wies
Auf tausend Meter. Ha! Ich stieß
Das Fenster auf und dachte

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An Noahs Archentaube.

Die Fliege aber – ich glaube,
Sie lachte.
Und hängte sich an das Verdeck
Und klebte sehr viel Fliegendreck

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Um sich herum, im Kreise,

Unmenschlicherweise.

Und als es dann zur Landung ging,
Unser Propeller verstummte,
Da plusterte das Fliegending

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Sich fröhlich auf und summte.


[82] Gott weiß, was in mir vorging,
Als solches mir durchs Ohr ging.
Ich weiß nur noch, ich brummte
Was vor mich hin. So ungefähr:

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Ach, daß ich eine Fliege wär.