Die Heimkehr des Geliebten

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Titel: Die Heimkehr des Geliebten
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 38, S. 644
Herausgeber: Adolf Kröner
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1897
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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Die Heimkehr des Geliebten.
Nach einem Gemälde von W. Volkhart.

[644] Die Heimkehr des Geliebten. (Zu dem Bilde S. 632 und 633). In die sturmbewegte Zeit, um die Wende des vorigen Jahrhunderts, versetzt uns das stimmungsvolle Bild. Die Kriegsfurie tobte damals in Europa und zerriß rücksichtslos die innigsten Bande. Dem Trommelklang folgte der junge Mann und die Braut sah ihm mit wundem Herzen nach. Eine schmerzvolle Trennung war es, denn während man auf Wiedersehen hoffte, nahm man Abschied fürs Leben. Jahr und Tag vergingen in steter Sorge und Erwartung; der Friede wurde geschlossen, aber von ihm kam keine Nachricht … er kehrte nicht wieder … Kriegersbraut! Mit wie viel Schmerz und Leiden, mit welchem Bangen und Hoffen ist dieses Glück verbunden. Doch siehe, das Leben bringt auch glückselige Ueberraschungen! Unverhofft öffnet sich die Thür zu dem trauten Wohngemach und der Verschollene aber nimmer Vergessene tritt ein. Nur die selbst das Weh der Trennung gekostet haben, wissen, wie glückbringend der Augenblick erscheint, in dem man den Geliebten wiedersieht!
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