Die Kindesmörderin (Erk, Variante 5)

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Titel: Die Kindesmörderin
Untertitel:
aus: Deutscher Liederhort,
S. 143
Herausgeber: Ludwig Erk
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1856
Verlag: Th. Chr. Fr. Enslin
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Erscheinungsort: Berlin
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Quelle: Google und Wikimedia Commons
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[143]
41b. Die Kindesmörderin.


Sehr mäßig. Mündlich, aus der Gegend von Oppenheim a. Rh.
Noten


1.
Es hütet ein Schäfer wol an dem Rhein, :|:

er hört ein kleines Kindlein schrein. :|:

2.
„Ach Kindlein klein, ich höre dich schrein:

wer weiß, wer deine Mutter wird sein!“

3.
‚‚‚Meine Mutter will heut Hochzeit haltn,

ein grünes Kränzlein thut sie tragn.

4.
‚‚‚Ein grünes Kränzlein höret ihr nicht,

sie hat schon drei Kinder ums Leben gericht.

5.
‚‚‚Das erste hat sie ins Wasser getragn,

das zweite hat sie in Sand begrabn,

6.
‚‚‚Und mich hat sie ins Holz gesteckt,

mit Laub und grünem Gras wol zugedeckt.‘‘‘

7.
Er nahm das Kind wol auf den Arm

und trugs ins Haus, das Gott erbarm!

8.
„Hier bring ich euch ein Kindlein klein,

die Braut soll seine Mutter wol sein.“

9.
„„Eh ich dem Kind seine Mutter soll sein,

viel lieber will ich dem Teufel sein!““

10.
Kaum hat sie das Wörtlein ausgeredt,

der Teufel schon zu der Thür rein tritt:

11.
„Komm her zu mir, du stolze Braut,

du hast dir dein Himmel in die Hölle gebaut.“

(Vgl. F. K. v. Erlach, „Die Volkslieder der Deutschen. IV. Bd. Mannheim, 1835.“ S. 148.)

1, 6. Der Kehrreim auch so: O weh der armen Seel!